Alexander De Croo wird neuer Premier – Regierung legt Donnerstag um 10:00 Uhr Eid ab

Alexander De Croo von der Open VLD wird Premierminister der neuen Vivaldi-Koalition. Am Mittwochmorgen haben sich die sieben Parteien auf eine Regierungsvereinbarung verständigt. Die Verhandlungen über die Postenverteilung sind noch nicht abgeschlossen.

Der neue Premierminister Alexander De Croo (Open Vld)

Der neue Premierminister Alexander De Croo (Open Vld) (Foto: Benoit Doppagne, Belga)

Die neue Regierung soll am Donnerstag um 10:00 Uhr vereidigt werden. Die Vivaldi-Regierung besteht aus sieben Parteien: Liberalen, Sozialisten und Grünen aus dem Norden und dem Süden des Landes, dazu die flämischen Christdemokraten von der CD&V.

Die beiden Regierungsbildner, Alexander De Croo und Paul Magnette (PS), haben am Mittwochmittag eine Erklärung abgegeben. Magnette sagte, es seien große Anstrengungen unternommen worden, um das Vertrauen der Bürger nach der schweren politischen Krise wieder herzustellen. Das Land brauche Gelassenheit und Respekt, es müsse im Dienste des Bürgers stehen.

De Croo sagte, in den kommenden Jahren werde jeder gebraucht, um das Land zu steuern. Er ging auch auf die Corona-Krise ein. Menschen hätten ihre Arbeit verloren, andere sogar Freunde oder Verwandte. Viele Menschen hätte es derzeit schwer, die Unsicherheit sei groß. Daher sei es wichtig, jetzt eine vollwertige Regierung zu bilden und voranzugehen.

Er sei froh, dass er in einem Land lebe, in dem man sich dessen bewusst sei, dass man gemeinsam bessere Resultate erziele als im Alleingang, sagte De Croo.

Alexander De Croo: Porträt des künftigen Premierministers

Wichtigste Punkte des Regierungsabkommens

Facebook

Externer Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Facebook, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

belga/cd/bs/sh

17 Kommentare
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    Das wird gefährlich. Die flämischen Nationalisten komplett in der Opposition. Da wird es ein De Croo schwer haben.

  2. Andre Schmidt

    Das politische System in Belgien ist so organisiert, dass es immer schwierig sein wird, eine föderale Regierung zu bilden. Auf Gemeinschafts- und regionaler Ebene funktioniert das naturgemäß besser.
    Bei dieser Regierung kann man sagen, dass sie bei der Mehrheit der Bevölkerung keine Mehrheit hat.
    Eines der Probleme ist, dass es keinen föderalen Wahlkreis gibt. Dies führt dazu, dass Politiker die nur einem Teil der Bevölkerung dienen wollen größere Wahlchancen haben. Wofür auch etwas für Leute tun, die mich doch nicht (ab)wählen können?

  3. Maria van Straelen

    „Bei dieser Regierung kann man sagen, dass sie bei der Mehrheit der Bevölkerung keine Mehrheit hat“ wieso das denn ? Die entsprechenden Parteien stellen auf jeden Fall über 50 % der Wähler dar, sonst könnten Sie keine Regierung bilden. Es muss nicht die ‚größte‘ Partei sein, die mitregiert. Aber von vorneherein einen auf Trump machen, zeigt die Schwäche.

  4. Alfons van Compernolle

    Abwarten auf das da kommende und ruhig bleiben !
    Wichtig ist mir, dass der Vlaams Belang kein Platz in der Regierung findet.
    Das B.De Wever sauer ist begreife ich , aber Frontalopposition zu machen nur weil kein NVA’ler in der Regierung sitzt , ist kurzsichtig und ganz sicher nicht wohlüberlegt! Aber wie schon mehrfach von mir angeführt , bei den kommenden Wahlen werden NVA & VB vermutlich gemeinsame Sache machen , LEIDER !

  5. Peter Behrens

    Hat unsere DG-@Regierung denn eine Mehrheit? Ja an Sitzen aber keine Stimmenmehrheit.

  6. Maria van Straelen

    Herr Van Compernolle, NV-A und VB sind schon seit Ewigkeiten selbsternannte (!) Kommunizierende Röhren. Verliert der eine ein paar Prozente bei der Wahl, kommt er mit diesem Vergleich, um sich ein bisschen mit ins Rampenlicht zu stellen, und anders herum genauso. Hinter den Kulissen sowie so, schon immer – auf fast allen nationalistischen Feten sind sie Seit an Seit. Inhaltlich ? Wo ist der Unterschied ? Beide wollen Belgien zerschlagen, und zwar TOTAL, mehr geht nicht.

  7. Edgar Fink

    Es ist interessant zu verfolgen, wie immer wieder die gleichen Personen hier ihren Hass gegenüber NVA und VB kundtun.
    Dabei verschweigen sie tunlichst, dass diese beiden Parteien nicht von sich aus diese Stärke erreicht haben, sondern es der mündige flämische Wähler ist, der diese Parteien so stark gemacht hat.
    Müsste ihr Frust/Hass sich daher nicht eher gegen einen Grossteil ihrer flämischen Mitbürger richten? Fehlt ihnen dazu etwa der Mut?

  8. Alfons van Compernolle

    Maria van Straelen : Sie haben nicht ganz Unrecht , allerdings hatte ich die Hoffnung bei der NVA auf etwas Einsicht ! Die Hoffnung stirbt bekanntlich als letztes ! Nationales Gedankengut , ganz besonders wenn es von RECHTS & ganz besonders von rechts außen kommt hat etwas krank-sinniges von ewig Gestrigen.
    Eigentlich sollten wir aus den Kriegen 1914-1918 & ganz besonders 1939-1945
    betr. Nationalismus einiges gelernt haben , haben wir aber nicht diese nationalistische geistige Krankheit scheint beinahe unheilbar !
    Ja, auch im Heute und Jetzt, sind in sehr vielen Ländern auf diesem Globus nationalistische Kriege in Gange , sterben dafür Menschen ,LEIDER !!
    Fuer den Erhalt Belgiens und unser gemeinsames Europa sollten wir jetzt gemeinsam füreinander & miteinander kämpfen !! Jetzt erst recht !!

  9. Andre Schmidt

    @Van Straelen: Klar haben die Vivaldi-Parteien eine Mehrheit, aber wegen des fehlenden foederalen Wahlkreises fühlt sich nicht jeder für ganz Belgien verpflichtet. Gewählt kann man nur von einem Teil der Bevölkerung werden.
    Theoretisches Beispiel: Wie wäre es, wenn sich alle flamischen Parteien zusammentun und Belgien regieren? Alles Geld geht nur nach Flandern und kein Euro zur Wallonie. Wer bestraft die Regierung dafür? Niemand, denn alle potentiellen Wähler hätten sie gewählt. Und zwar mit 88 Leuten in der Mehrheit und 62 in der Opposition.

  10. Maria van Straelen

    Herr Fink, meine Stellungnahmen können Sie in den Parteiprogrammen dieser Parteien nachlesen: erstes (und einziges) Ziel ist die Zerstörung Belgiens. Das sind Tatsachen, die ich hasse. Aber wenn hier z.B. jemand immer wieder über die wallonischen Sozialisten hetzt, sind Sie nicht so kritisch. In meiner Zeit in Flandern über 40 Jahre) habe ich eine sehr unpolitische Gesellschaft kennengelernt, die, wenn man keine Wahlpficht hätte, gar nicht erst wählen gingen, das zog sich durch alle Gesellschaftsschichten. Gerade deshalb fällt man so sehr auf Populisten rein. Ich hasse aber weder Flamen, noch (Ost)Deutsche, noch Amerikaner, aber die entsprechenden alles zerstören wollende Parteien schon. Was haben Sie dagegen? Ist das nicht mein gutes Recht ?

  11. Edgar Fink

    Sehr geehrte Frau Van Straelen,
    Sie weichen der Frage erneut aus!
    Nochmals, diese von ihnen gehassten Parteien haben sich nicht selbst gewählt sondern wurden von Wählern, ihren flämischen Mitbürgern in den Sattel gehoben. Warum wohl? Wenn keiner sie wählen würde, wäre Ihr augenscheinliches Problem doch gelöst.
    Natürlich dürfen Sie ihre Meinung hier äussern. Aber sehr glaubwürdig klingt das zu diesem Thema nicht.

  12. Peter Schallenberg

    Ja, es wird schwer für die neue Regierung, welche aus 7 Partnern besteht, da kann es schnell zum Streit kommen. Es ist und bleibt auf föderaler Ebene nunmal ein Tanz auf dem Vulkan. Und das liegt sicher auch am falschen/ fehlenden föderalen Wahlkonzept.

    Trotzdem, ich freue mich und hoffe, das die neue Regierung bald gute Arbeit leisten wird. Um 10 Uhr sind meine Gedanken und meine guten Wünsche bei De Croo und allen Belgiern, die konstruktiv und aufrichtig ihr Land erhalten und erneuern wollen!
    Leeve België- vive la Belgique- es lebe Belgien

  13. Maria van Straelen

    Herr Fink, ich muss Ihnen weder auszweichen noch recht geben, nur Sie sprechen ständig von Hass (wahrscheinlich Nutzer der Internet-Foren) ich habe Verachtung vor diesen Menschen: Polulisten und Personen, die diese wählen werden sicherlich niemals zu meinem Freundeskreis zählen, aber es gibt auch noch andere, Gott sei Dank. Ich habe weder eine flämische, noch eine wallonische Nationalität sondern eine belgische, und das soll so bleiben, wer Belgien zerstören will, dem kann ich kein gutes Wort geben. Fertig. Lieben Sie Trump ? Am Ende ja, aber wir haben viele sehr gute amerikanische Freunde, die wie wir Verachtung vor ihm haben, man fühlt sich nie zu allen Menschen eines Staates hingezogen DIE Flamen gibt es nicht, Gott sei Dank gibt es viele Andersdenkene. Die Flamen, die Sie meinen sind Hasser, sie hassen Wallonen, Marokkaner, alle möglichen Ausländer etc etc

  14. Edgar Fink

    @Maria Van Straelen,
    Sie müssen mir nicht recht geben.
    Sie schreiben es hier im Betrag selbst , „… Ich hasse aber weder Flamen, noch (Ost)Deutsche, noch Amerikaner, aber die entsprechenden alles zerstören wollende Parteien schon… “
    Sie „hassen“ also demokratisch gewählte Parteien und genau das halte ich ihnen doch vor!

    Wie Flamen gibt es nicht? Die Flämische Region Belgiens, auch als Flandern bezeichnet (Wikipedia) gibt es auch nicht?

    Sie scheinen dem normalen Sprachgebrauch im Blätterwald der Medien augenscheinlich nicht unbedingt zu folgen.

  15. Andre Schmidt

    Nana, ich glaube nicht dass die Flamen die z.B. die NVA wählen alle Hasser sind. Wahrscheinlich tun dies viele einfach aus der Überzeugung, dass Flandern (aber auch Wallonien) besser und effizienter regiert werden können, wenn die Befugnisse verteilt sind. Es ist doch sehr gut sichtbar, dass es in unserem jetzigen System föderal nicht gut funktioniert.

  16. Maria van Straelen

    Herr Fink, Hitler wurde demokratisch gewählt. Sie haben hier noch keinem Sozialistenhasser vorgeworfen, dass er diese hasst, aber Ihre Lieblingspartei darf man nicht angreifen. Wer Hass säht, erntet ihn, kennen Sie das Sprichwort. NVA/VB sähen Hass gegen so ziemlich jeden. Ich meinte DIE Flamen gibt es nicht, gemeint war, dass es sich nicht um eine homogene Gruppe handelt, sonders um unterschiedliche Menschen, wie überall.
    Demokratisch gewählt sind: Orban, Erdogan, Trump, muss ich die alle lieben ? Werfen Sie mir vor, was sie wollen, ich mache jetzt Schluss mit diesem Wahnsinn

  17. Edgar Fink

    Ich kenne die Redewendung, „Wer Wind sät, wird Sturm ernten“.
    Das Windchen haben Sie selbst hier mit Ihrem hasserfülltem Kommentar entfacht. Haben Sie doch selbst oben zugegeben, dass Sie gewisse Parteien hassen.

    Zu Ihrer obigen Aussage, „DIE Flamen gibt es nicht“ habe Sie ja Gott sei Dank noch rechtzeitig die Kurve gekriegt und ihre Aussage zu recht gebogen.

    Wenn Sie Sozialistenhasser kontra geben wollen, dürfen Sie das ruhig tun. Aber warum wollen Sie mich dazu anstiften?

    Ich bin weder Mitglied noch Gönner der von ihnen gehassten NVA-Partei. Was mich stört, sind Ihre seit Jahren andauernden hier öffentlich geäusserten Hasstiraden gegen gewisse demokratische Parteien in Vlaanderen.

    Man muss gewisse Sachen nicht mögen, aber ihre beständigen Hasstiraden schiessen meiner Meinung etwas über das Ziel hinaus!
    Das bemängele ich, auch wenn es Ihnen offensichtlich nicht gefällt!