Sturmtief „Odette“ noch nicht überstanden

In Flandern ist der erste Herbststurm noch nicht überstanden. Sturmtief Odette hielt in den Provinzen Ost- und Westflandern auch am Samstagnachmittag noch die Feuerwehr auf Trab, vor allem durch Starkregen und Sturmböen.

Sturmtief Odette: Autos und Küstentram in Middelkerke eingesandet (Bild: Kurt Desplenter/Belga)

Sturmtief Odette: Autos und Küstentram in Middelkerke eingesandet (Bild: Kurt Desplenter/Belga)

In Zeebrugge wurden Windböen mit Spitzengeschwindigkeiten von 115 Kilometern pro Stunde gemessen. An einigen Orten gingen bis zu 45 Liter Wasser pro Quadratmeter runter.

Allein die Mannschaften der beiden Feuerwehrzonen an der Küste rückten bisher zu 1.200 Einsätzen aus. Die Polizei von Blankenberge rief die Bevölkerung auf, zu Hause zu bleiben, bis der Sturm vorbei ist.

Auch in der Nacht zum Sonntag muss an der Küste mit Starkregen und stürmischem Wind gerechnet werden. Der Gouverneur von Westflandern hat jede Art von Wassersport in der Nordsee bis auf Weiteres untersagt.

Verletzte

Drei Feuerwehrmänner wurden in der Nähe von Veurne im Einsatz verletzt, als sie einen umgeknickten Baum zersägten. Ein Arbeiter erlitt in Middelkerke schwere Verletzungen, als im Sturm eine Mauer auf ihn stürzte. In Nieuwpoort wurden zwei Spaziergänger leicht verletzt, als sie vom Wind mitgerissen wurden.

In Wallonisch-Brabant sorgte der Sturm hier und da für überschwemmte Straßen und Keller. Unter anderem in Wavre, Waterloo und Nivelles waren die Feuerwehren im Dauereinsatz.

belga/rtbf/vrt/jp/sh