Wilmès in der Kammer: Coronavirus ist immer noch gefährlich

In der ersten Plenarsitzung der Kammer nach der Sommerpause ist Premierministerin Wilmès wieder auf die Coronakrise eingegangen. Wilmès sagte, die Lage sei zwar nicht wie im Frühjahr, trotzdem seien die Trends beunruhigend.

Premier Sophie Wilmès bei der ersten Kammersitzung nach der Sommerpause (Bild: Thierry Roge/Belga)

Premier Sophie Wilmès bei der ersten Kammersitzung nach der Sommerpause (Bild: Thierry Roge/Belga)

Das Coronavirus breite sich in allen Altersklassen aus. Die Reproduktionszahl bei den Infektionen mit dem Coronavirus liege bei 1,36. Mitte August habe sie noch unter eins gelegen. Das Virus sei immer noch gefährlich. Die Anstrengungen gegen seine Ausbreitung müssten aufrecht erhalten werden. Der nationale Sicherheitsrat wird voraussichtlich am kommenden Mittwoch wieder zusammenkommen.

Bei der Sitzung kam es zu einer Kraftprobe zwischen den Partnern einer möglichen Vivaldi-Koalition auf der einen Seite und den flämischen Parteien N-VA und Vlaams Belang auf der anderen Seite. N-VA und Vlaams Belang kritisierten heftig, dass die Regierung von Premierministerin Wilmès zwei Wochen länger im Amt bleiben soll, obwohl ihr Mandat eigentlich am Donnerstag ausgelaufen ist.

Die Unterhändler für eine Vivaldi-Koalition aus Sozialisten, Liberalen, Grünen und der CD&V wollen die Verlängerung nutzen, um bis zum 1. Oktober ihre Verhandlungen zu Ende bringen zu können.

belga/rtbf/vrt/est