Van Laethem: Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern droht zu steigen

"Wenn der aktuelle Trend anhält, werden wir in der nächsten Woche täglich 1.200 neue Corona-Infizierte haben, in zwei Wochen werden es bereits im Durchschnitt 1.600 pro Tag sein." Das hat der frankophone Sprecher des föderalen Krisenzentrums, Yves Van Laethem, auf einer Pressekonferenz in Brüssel erklärt.

Dr. Yves Van Laethem (Bild: Thierry Roge/Belga)

Dr. Yves Van Laethem (Bild: Thierry Roge/Belga)

Diese Zahlen gingen auf ein Berechnungsmodell der Universität Hasselt zurück, erläuterte Van Laethem. Daraus gehe hervor, dass es nächste Woche pro Tag bereits 45 Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern geben könnte, wenn die derzeitige Entwicklung nicht gestoppt werde.

Nicht die notwendigen Maßnahmen, um die Zahl der Ansteckungen zu verringern, schadeten der Gesellschaft und der Wirtschaft, so Van Laethem, sondern die Präsenz des Virus. Es sei sehr beunruhigend, dass die Zahl der Infizierten, für die das Coronavirus eine große Gefahr darstelle, ständig steige.

Rund ein Drittel der Gesamtbevölkerung Belgiens gehöre zum Personenkreis derjenigen, für die eine Ansteckung mit Corona lebensgefährlich werden könne.

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belga/mh

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6 Kommentare
  1. Andreas Conraedt

    Ich verstehe nicht, dass sich in Belgien so viele Menschen neu anstecken, es gilt doch überall Maskenpflicht und Abstandsgebot. Halten wir Belgier uns nicht gut genug an diese Regeln oder wie kommt das?

  2. Anja Wotschke

    @ANDREAS CONRAEDT, diese Frage habe ich mir auch beim lesen gestellt, vor allem auch woher diese Anzahl Personen pro Tag kommen sollen ?

  3. Peter Mertens

    Es gibt unterschiedliche Bevölkerungsgruppen und gerade in Großstädten unterscheidet sich das Zusammenleben dieser Gruppen, da enger zusammen wohnend.
    Diese große Familien haben verwandschaftlich weitere Familien und da diese untereinander ständig Kontakt haben bleibt der Kontakt mit dem Virus nicht aus.
    Wer hat schon Zuhause eine Maske an wenn Oma, Bruder, Onkel, Tante, Kinder und Enkel kommen.

  4. Andreas Conraedt

    @Peter Mertens: das würde dann bedeuten, diese Gruppen halten sich nicht an die Kontaktgruppe von max. 5 Personen?

  5. Peter Mertens

    @Andreas Conraedt

    Das kann ich nicht beurteilen, aber wenn ich die heutige Presse lese, sind von den steigenden Coronazahlen sehr viele Großstädte betroffen.
    Also wer, junge Menschen die sich nicht an die Regeln halten und oder Menschen die in größeren Gruppen mit vielen Kontakten zusammen leben.
    Das können Sie sich aussuchen…

  6. Dieter Leonard

    @P. Mertens
    @A. Conraedt
    Tatsache ist, dass das Virus sich umso mehr verbreitet, je mehr Leute die elementaren Verhaltensregeln missachten. Grund dafür ist Sorglosigkeit u.a. bei der jüngeren Generation aber auch bei Familienfeiern und Familientreffen oder auch Corona-Müdigkeit.
    Verstärkt und angefeuert wird das Infektionsgeschehen durch die in den „sozialen Medien“ agierenden „Verharmleugner“, die die Pandemie und/oder den Nutzen jeglicher Schutzmaßnahmen leugnen.
    Damit suggerieren sie den Menschen, das Virus sei harmlos, man müsse sich nicht schützen.
    Ausgeblendet wird, dass sich auch junge Menschen infizieren und das Virus in die Risikogruppen tragen können. Ganz abgesehen davon dass auch junge und gesunde Menschen z.T. schwer erkrankt sind und bisweilen noch unter den Folgen der Infektion leiden.

    Der vernünftigste und verantwortungsvollste Umgang mit der Pandemie ist, sich und andere zu schützen bis das Virus sich ggf. durch Mutation abschwächt (was entgegen einschlägigen Behauptungen nicht der Fall ist) oder ein wirksamer Schutz gefunden ist.

    Lästig aber eigentlich gar nicht so schwer.

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