Coronazahlen: Verdopplung innerhalb von 12 Tagen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Belgien verdoppelt sich alle 12 Tage. Das haben das Krisenzentrum und das Gesundheitszentrum Sciensano am Mittwoch auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mitgeteilt.

Corona-Test (Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga)

Illustrationsbild: Eric Lalmand/Belga

In der Woche vom 6. bis 12. September wurden demnach im Durchschnitt 779 Menschen pro Tag postitiv auf das Coronavirus getestet. Letzten Freitag waren es sogar mehr als 1.100.

Krankenhausaufnahmen deutlich gestiegen

Die Anzahl Menschen, die mit einer Infektion ins Krankenhaus aufgenommen werden, ist stark angestiegen – von durchschnittlich 21 auf 33 pro Tag. Im Durchschnitt 2,9 Patienten sterben jeden Tag an oder mit Covid-19.

Virologe Steven Van Gucht betonte, dass die Krankheit alle Altersgruppen treffe, vor allem die 20- bis 29-Jährigen. Einen Appell richtete Van Gucht deshalb an die Studenten. Sie sollten besonders in ihrer Freizeit die Hygieneregeln einhalten.

Weiter verlautete, das Virus breite sich in allen Provinzen aus, besonders stark in Ostflandern und Lüttich. Die meisten Neuinfektionen würden nach wie vor aus Brüssel und Antwerpen gemeldet.

Neue Testzentren in Brüssel

In der Region Brüssel werden vier neue große Corona-Testzentren eingerichtet, wo Menschen sich testen lassen können, die keine Krankheitssymptome haben. Sie sind gedacht für Reiserückkehrer aus sogenannten roten Zonen im Ausland. Die neuen Zentren sollen  die Hausärzte entlasten, die zur Zeit den Großteil der Coronatests durchführen.

De Block: Regeln sind ausreichend

Die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus müssen nach Ansicht der föderalen Gesundheitsministerin Maggie De Block (Open VLD) nicht verschärft werden. Die Regeln reichten aus, wenn sich jeder Einzelne daran hielte. Es könne doch nicht sein, so die Ministerin, dass ein ganzes Land abgeriegelt werden müsse, nur weil einige die Corona-Maßnahmen leid seien.

Van Laethem: Zahl der Neuaufnahmen von Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern droht zu steigen

belga/vrt/jp/vk

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4 Kommentare
  1. Guido Scholzen

    „Coronazahlen steigen weiter“, na und?
    welche Corona-Zahlen?
    Die registrierten Infizierten? na, und?
    Wo sind denn dementsprechend die Hospitalisationen und Toten?
    In den Fantasien derer, die meinen, die zweite Welle würde irgendwann über uns hereinbrechen?

    Helmut Schmidt meinte einst: „Politiker, die Visionen haben, sollten besser zum Arzt gehen“

  2. Norbert Schleck

    „Wo sind denn dementsprechend die Hospitalisationen und Toten?“

    Nun, Herr Scholzen, als angeblichem Sachkenner müssten Ihnen diese Vergleichszahlen hier doch eigentlich bekannt sein:

    Woche vom 28.08.-03.09.: Neuinfektionen: 479,1 Krankenhausaufnahmen: 17,0 Todesfälle: 3,3 (Durchschnitt pro Tag)
    Woche vom 4.-10.09: 680,6 (+42%), 30,3 (+78%), 2,4 (-26%)

    Der Rückgang bei den Todeszahlen will bei der geringen Fallzahl allerdings nicht viel besagen. Ein oder zwei Fälle mehr können da viel ändern.
    Wir sollten uns freuen, dass die Zahlen so niedrig sind.
    Woran es liegt? Vielleicht doch an gewissen Fortschritten bei den Behandlungsmethoden seit März?
    Hoffen wir, dass es so bleibt, trotz Steigerung bei den Krankenhausaufnahmen.
    Die Todesfälle in den Altenheimen sind auf Null gefallen.

    Vielleicht hätten Sie vorher mal kurz googeln können, bevor Sie hier billige Polemik verbreiten?

    Vielleicht schauen Sie auch mal bei Sciensano vorbei? Das „Covid-19 – Bulletin épidémiologique du 15 septembre 2020“ bietet reichhaltiges Material für spannende Lektüre unterm Sonnenschirm…

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    Seltsam, nicht wahr?

    Das ist alles passiert nachdem die flämisch-wallonische Party-Szene zwei Monate lang Massentourismus und Massenscouterei unter Befehl der MR-Regierung hemmungslos treiben durfte.

    Vorher musste man den Nationen angeblich wegen COVID-19 monatelang zeigen, was man für ein starker Typ man ist durch einseitige illegale Grenzkontrollen gegen unsere Nachbarnationen die auch eine fast schon gewalttätige Provokation gegen die gesetzlich verankerte Teilautonomie unserer DG darstellen.

    Jetzt wo die Party-Szene ihren Rausch ausschläft bzw. die Ferien vorbei sind rechne ich jeden Tag damit, dass wieder wallonische Milizbeamten in unserer DG aufkreuzen für die nächsten illegalen Grenzabrieglungen.

  4. Guido Scholzen

    Herr Schleck,
    Ich kenne die Websites, wo ich das suchen muss. Ich schaue es fast jeden Tag.
    Wenn Ihnen noch nicht aufgefallen ist, dass es keine Korrelation gibt zwischen diesen ‚Neuinfektionen‘ und den Todesfällen, dann kann ich auch nicht weiterhelfen.

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