Nationaler Sicherheitsrat: Kontaktblase von fünf Menschen pro Familie

Der Nationale Sicherheitsrat hat beschlossen, dass die Kontaktblase auf fünf Menschen beschränkt wird - pro Familie und das für vier Wochen. Das hat Premierministerin Sophie Wilmès auf einer Pressekonferenz bekanntgegeben. Auch die Zahl der Besucher bei Veranstaltungen wird wieder heruntergeschraubt.

Premier Wilmès bei der Pressekonferenz im Anschluss an den Nationalen Sicherheitsrat (Bild: François Lenoir/Belga)

Premier Wilmès bei der Pressekonferenz im Anschluss an den Nationalen Sicherheitsrat (Bild: François Lenoir/Belga)

Die Situation verändere sich sehr schnell, sagte Premier Wilmès, die zu Beginn der Pressekonferenz noch einmal auf die Zahlen einging. Die Zahl der Neuinfektionen sei auf durchschnittlich 279 pro Tag gestiegen. Vor allem Jüngere gehörten zu den Neuinfizierten.

Die Entwicklung sei besorgniserregend und jetzt komme es darauf an, die Lage unter Kontrolle zu behalten, damit es keinen neuen Lockdown gebe und damit der Schulbeginn nicht gefährdet werde, sagte Wilmès.

Weniger soziale Kontakte

Ab Mittwoch und mindestens vier Wochen lang wird die Kontaktblase verkleinert: auf fünf Menschen pro Familie, Kinder ausgenommen. Vier Wochen lang dürfen alle Mitglieder eines Haushalts also nur dieselben fünf anderen Menschen treffen. Bisher waren es 15 Kontakte pro Person und pro Woche. Bei der Kontaktblase geht es um Menschen, mit denen man einen engeren Kontakt hat, bei dem der Sicherheitsabstand von anderthalb Metern nicht immer eingehalten werden kann.

Private Feiern – wie zum Beispiel die Familienfeier im Restaurant, aber auch Hochzeitsfeiern – werden auf zehn Menschen beschränkt, Kinder ausgenommen. Dabei müssen die Abstandsregeln und andere Maßnahmen beibehalten werden, enger Kontakt ist (außer mit den Menschen, die unter demselben Dach wohnen) nur mit den fünf Menschen der Kontaktblase erlaubt.

Weniger Gäste bei Veranstaltungen

Bei offiziellen Außen-Veranstaltungen werden nur noch 200 Menschen zugelassen, innen nur noch 100. Das ist die Hälfte der Anzahl Gäste, die bisher erlaubt waren.

Einkaufen soll man wieder alleine oder mit einem Minderjährigen aus dem eigenen Haushalt. Auch für Menschen, die Hilfe brauchen, gilt eine Ausnahme. Kunden sollen sich nicht länger als 30 Minuten im Geschäft aufhalten.

Premier Wilmès betonte noch einmal, dass nach wie vor Homework angeraten wird. Ebenfalls sei jedem empfohlen, eine Maske zu tragen, wenn er das Gefühl habe, dass der Sicherheitsabstand zu anderen Menschen nicht gewährleistet sei.

Neben nationalen und lokalen Maßnahmen sei die individuelle Ebene enorm wichtig. Es komme auf jeden Einzelnen an, sagte Wilmès. Jeder müsse sich die Frage stellen, wie er sich selbst und seine Familie und Freunde schützen kann. Zum Abschluss wünschte Wilmès „allen, die Urlaub nehmen: Schöne Ferien!“

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Übersicht der Infektionsfälle pro Gemeinde von Sciensano (27. Juli)

Übersicht der Infektionsfälle pro Gemeinde von Sciensano (27. Juli) – auf das Bild klicken, um zu den Details von Sciensano zu gelangen

belga/rtbf/vrt/mh/km

26 Kommentare
  1. Luka Hennen

    Wie sieht es bzgl. kulturellen Proben (Musikvereine, Bands, etc.) aus? Bisher war die Kontaktblase ja auch 15 Personen, aber Proben mit Abständen und Befolgen der Bestimmungen waren ja z.B. bis 20 Personen + Dirigent möglich…
    Werden diese Bestimmungen noch aktualisiert oder bleiben die aktuellen Regeln und Maßstäbe bestehen?

  2. Andreas Conraedt

    Diese Maßnahmen werden nicht reichen. Ich befürchte, in vier Wochen haben wir wieder einen strengen Lockdown 🙁
    Warum können sich die Menschen nicht einfach an diese einfachsten Regeln halten: in die Armbeuge niesen und husten, Hände waschen, Abstand halten und Maske tragen. Das kann jedes Kind verstehen und machen.
    Warum riegelt man Antwerpen und die anderen dunkelgrünen Flecken auf der Karte nicht ab und macht dort einen Lockdown? Sicher ist das anstrengend für die Menschen dort, aber besser ein paar Städte lahmzulegen als das ganze Land.

  3. Anja Wotschke

    Wie sieht es mit der Arbeitsstelle aus wo mehr wie 5 Arbeiter tätig sind und wo man auch ausserhalb des Betriebes zu tun hat durch und wegen montagearbeiten?

  4. Ulrich Schumacher

    Herr Conraedt,
    man kann nicht so einfach abriegeln.

    Absolut gesehen sind die Fallzahlen und – noch wichtiger – die jetzigen Sterberaten doch nicht so hoch wie im Frühjahr.

    Man muss doch immer nach der Angemessenheit prüfen. Selbst in den dunkelgrünen Gebieten wie Herve hat sich nur jeder 2000. neu infiziert.

    Freundliche Grüße

  5. Andreas Conraedt

    An Herrn Schumacher: ich meine damit auch nicht hermetisch abriegeln, aber zB. für den Tourismus sperren, auch wenn Antwerpen eine sehr schöne Stadt ist, die immer eine Reise wert ist. Aber irgendwie muss man das Virus dort eindämmen, wo es gerade sehr aktiv ist, damit es sich nicht wieder auf das ganze Land ausbreitet.

    Freundliche Grüße zurück.

  6. Guido Scholzen

    1. Diese Politiker drehen doch völlig am Rad.
    Bis jetzt gab es eine „Kontaktblase“ von 15 Personen.
    Wer hat sich denn gekümmert um die Realisierung einer „Kontaktblase“?
    Ob 5 oder 15, das interessiert im grunde niemanden.

    2. Zitat: „Vor allem Jüngere gehörten zu den Neuinfizierten.“
    Da noch nichtmals 0,1% der Toten unter 18 Jahren sind, fragt man sich, was das soll.
    Sollte man da nicht besser feststellen, dass die alten Menschen geschützt werden müssen? Wenn im September die Schulen wieder regulär öffnen, dann haben wir die größte denkbare Corona-Partie. Oder sollen die Schulen wieder geschlossen werden?

    3. Aus anderen Länden gibt es Untersuchungen über die Herdenimmunität. Die letzte offizielle Verlautbarung aus Belgien war Anfang Mai mit 6%. Verdammt lang her.
    Der Körper kann nur eine Immunität herstellen, wenn er auch infiziert ist. Schon vergessen, liebe Virologen und Politiker? Da die Infektionsrate steigt (junge Menschen), steigt auch die Herdenimmunität. Warum werden darüber keine Zahlen mehr veröffentlicht? Politisch nicht korrekt?

  7. Lutz-René Jusczyk

    Ich würde mir wünschen, dass klar definiert wird, was mit einer »Kontaktblase« gemeint ist.
    Wenn jemand in einem Betrieb mit mehr als fünf Mitarbeitern tätig ist, überschreitet er damit ja bereits diese Zahl.
    Auch im täglichen Leben hat man natürlich mit weitaus mehr Menschen einen engeren Kontakt, bspw. bei der Fahrt mit dem Bus. Dort tragen zwar alle eine Maske, aber aufgrund der hohen Temperaturen häufig nicht so, wie es eigentlich angebracht wäre.
    Über die tägliche Dauer eines Kontaktes wird bspw. auch nichts gesagt.
    Nehmen wir an, man wird vom Nachbarn zum Grillen eingeladen. Ist der Nachbar dann bereits Teil der Kontaktblase, auch wenn man sich nur einmal pro Monat für ein paar Stunden im Freien trifft?
    Wenn ja, dann müssten generell alle öffentlichen Veranstaltungen untersagt werden, denn bei 100 Personen wird die erlaubte Größe der Blase um das 20-fache überschritten.

  8. Heike De Bruecker

    Werter Herr Scholzen,
    Belgien besteht nicht nur aus betagten und Jugendlichen. Es gibt auch Menschen , die zwischen 40 und 50 Jahre alt sind. Und was Ihre Herdenimmunität an geht, so sind die Spätfolgen von Covid 19 doch sehr gravierend, so daß ich gerne, und viele andere auch, darauf cerzichte mich überhaupt zu infizieren

  9. Frank Jörg Rimbach

    Ihr Belgier tut mir echt leid, ich dachte das ihr aus unserem Unsinn aus Deutschland lernt, und jetzt macht ihr diesen Corona nonsens noch schlimmer mit als wir Deutschen!!!

  10. Udo Laschet

    Die beschlossenen Maßnahmen sind ein Schritt in die richtige Richtung. Doch trotz aller Appelle bleibt für die Bürgerinnen und Bürger unklar, welches Risiko eingegangen wird, falls man nicht miteinander handelt, anstatt gegeneinander. Die Diskussion um die Herdenimmunutät ist z. B. irrsinnig! Diese Herdenimmunität kostet Leben!! Wer nun denkt, dass das eigene Leben verschont bleiben könnte, oder das es ruhig das Leben der anderen kosten dürfte, schließt sich selber aus der Gesellschaft aus. Die Verantwortung liegt bei jedem einzelnen, und es ist nicht zuviel verlangt, wenn man das Leben und die körperliche Unversehrtheit der anderen schützt. Jeder darf im Gegenzug ja nun auch erwarten, dass sein Leben und seine körperliche Unversehrtheit geschützt wird. Humanitär betrachtet ist ein ‚Survival of the fittest‘ unethisch, unmoralisch, psychophatisch und asozial. Der Aufwand, dem Virus aus dem Weg zu gehen, ist geringer, als ihm zu begegnen. Wenn jeder mitmacht.

  11. Dieter Leonard

    @Udo Laschet
    👍👍👍

  12. ROLAND LEJEUNE

    Herr Laschet,

    endlich mal ein sachlicher Kommentar.
    Vielen Dank 🙂

  13. Petra Schmetz

    Unfassbar was hier gemacht wird. Kontakte wieder einschränken. Am sinnvollsten wäre es die Regionen wo die meisten Infizierten sind für 14 Tage abzuriegeln und alle anderen lässt man mal was für ihr Immunsystem tun. Denkt da vielleicht mal einer drüber nach ? Je länger die Menschen sich zuhause in ihren 4 Wänden aufhalten umso anfälliger wird ihr Immunsystem. Nächstes Jahr wird es wieder ein neues Virus geben, weil die Viren untereinander mutieren. Was kommt dann ? Werden wir dann jedes Jahr neu isoliert ? Je stärker das Immunsystem eines Jeden aufgebaut wird, umso weniger Infizierte werden wir haben.

  14. Ronald Dieck

    @udo laschet

    Vielen Dank. Das ist mal ein durchdachter und sinnvoller Kommentar. Am meisten beeindrucken mich die beiden letzten Sätze.
    Sehr schön formuliert, danke!

  15. Udo Laschet

    Frau Schmetz,

    zum Thema ‚Herdenimmunität‘ hatte ich weiter oben kommentiert. Virenstämme vermischen sich nur höchst selten untereinander, es ist in 99% aller Fälle ein Stamm und dessen Nachkommen, der mutiert. Und die dumme Sache mit der Immunisierung ist ja auch, dass der Schuss nach hinten losgehen kann, man selber erkrankt, engste Freunde und Verwandte anstecken kann, die dann versterben können. Die Regeln sind eindeutig: Geht Euch aus dem Weg. Vermeidet eine Infektion. Im Moment geht es um den Virusstamm, der Covid-19 verursacht – was denn sonst noch irgendwann kommen kann, erfordert andere Maßnahmen. Dafür wurden andere Alltagsseuchen ausgerottet – angefangen mit der Pest.

    Solange die Gesellschaft mit Covid-19 zu tun hat, sollte es logisch sein, das man unternimmt, was man kann, um eine Verbreitung zu verhindern – und nicht das Gegenteil dessen macht, weil persönliche Befindlichkeiten eventuell ein wenig zwicken.

  16. Yves Tychon

    Nur gut, dass der Bevölkerung erst eingetrichtert wurde, doch bitte schön im Lande zu bleiben, statt sich im Ausland zu infizieren!
    Und jetzt kommt wieder die Aktivismusnummer : Seit Monaten hieß es, eine Ansteckungsgefahr drohe vor allem in geschlossenen Räumen, wenn man mindestens eine Viertelstunde in der Nähe eines Infizierten verbringe, und auf einmal wird auf den Strandpromenaden eine Maskenpflicht verordnet, als würde man dort bei Windstille (!) 15 Minuten neben einem fremden Menschen stehen!

  17. Mario Meis

    Genau Herr Tychon, ich nenne das blinden Aktionismus.
    Vielleich hilft es ja

  18. Georg Radermacher

    Ich finde es unfassbar, wie lange und immer wieder man sich über die einfachsten Maßnahmen beschweren, aufregen, mukkieren kann. Zum Glück müssen diese Heulsusen nicht wirklich schlimmes ertragen. In Syrien, einem Flüchtlingslager oder vielen anderen Weltschauplätzen. Es gibt Milliarden Menschen auf der Welt, die froh wären in einem Land wie hier zu leben, auch mit Maske.
    Und diese andauernde Politikerschelte…. Politiker werden und besser machen wäre hier mein Rat. Das ist wie beim Fußball, da wissen auch alle besser als der Trainer wie mans macht……

  19. Werner Radermacher

    Das kommt davon, wenn man sich nicht an die Regeln hält. Weigerung Maske zu tragen, Party ohne genügend Abstand. Ist in Deutschland aber nicht besser, dort wird es auch bald wieder mindestens lokale Lockdowns geben.

  20. Udo Laschet

    Herr Tychon,

    ich verstehe die Aufregung nicht. Es ist nicht verboten, an die Strandpromenade spazieren zu gehen. Das bisschen Mundschutz sollte da doch nicht problematisch sein.

    Allerdings kann sich die Verbotslage jederzeit ändern, wenn noch ein paar Menschen in einem Anfall von Vergnügtsein eine Polonaise tanzen.

    Darin vermute ich mehr Unbesorgtheit als in verantwortungsbewußtem staatlichen Handeln.

  21. Uwe Chemnitz

    Ein jeder selbst sollte doch ganz einfach die Regeln befolgen…wenn es mir zu viele Leute sind… Maske drauf……das Cov-2 speziell ist..ist hinlänglich bekannt.

    Das Virenstämme sich durchmischen..Daumen hoch Herr Laschet!

    Da werden hier Dinge angemerkt, mit denen die anmerkenden Personen nicht wirklich etwas bzu tun haben… dieses Hochschaukeln von Halbwissen….das ja fast noch schlimmer wie in anderen Kommentaren hier beim BRF zu lesen sind.
    Leute..benutzt Masken….
    Ich will keinen sterben sehen an meinem Arbeitsplatz, nur weil andere zu blöd sind REGELN zu befolgen.
    Danke

  22. Yves Tychon

    Lieber Herr Laschet, natürlich steht es Ihnen frei, die “Maultasche” überall dort zu tragen, wo eine ziemlich inkompetente Obrigkeit Ihnen das auferlegt, von mir aus sogar in Ihren eigenen vier Wänden.
    Ach ja: Während ich diesen Kommentar eintippe, schlürfe ich gerade einen Ouzo auf einer Terrasse auf der Strandpromenade einer griechischen Insel… In Griechenland
    besteht Maskenpflicht nur in öffentlichen Verkehrsmitteln und Supermärkten. Das schreibe ich jetzt nicht, um irgendjemanden neidisch zu machen. Aber es ist schlichtweg so, dass – bei vergleichbaren Bevölkerungszahlen – Griechenland weniger als 300 Todesfälle verzeichnen musste, ein paar weniger als die knapp 10.000 Opfer in Belgien.

  23. Joseph Michels

    Zum Thema Corona möchte ich auf den hervorragenden Beitrag in der Rubrik Wort in den Tag von Aloys Jousten vom heutigen Mittwoch verweisen. Der Mann hat es auf den Punkt gebracht. Weniger ist mehr . Es geht nicht um Masken oder Abstand. Ich fühle mich mehr denn je bestätigt, denn es geht um einen grundlegenden sozialen, ökonomischen und ökologischen Wandel. Nur wenn dies gelingt, wird das Virus verschwinden.
    Und wer glaubt, das ein Impfstoff die Lösung sei, der irrt gewaltig. Traurig nur, dass die Spaltung der Gesellschaft jetzt auch in den Familien angekommen ist. Die Masse wird anonym, wir verlieren das Gesicht – Mundschutz als Maulkorb ?

  24. Bertram Campingsky (Aachen)

    @Tychon: Hören Sie auf Länder miteinander zu vergleichen, sind wir hier beim Corona-Quartett? „Aber Island hat…., aber Griechenland…., aber in Lampukistan sind aber….,, aber, aber, popaber….“

    Glückwunsch an Griechenland dass es schlicht und ergreifend Schwein gehabt hat.

    In Griechenland leben 82 Einwohner/km², in Belgien sind es 375 Einwohner / km² (Quelle de.statista.com).Ähnliche Bevölkerungsdichte? Pah!

  25. Norbert Schleck

    „Ach ja: Während ich diesen Kommentar eintippe, schlürfe ich gerade einen Ouzo auf einer Terrasse auf der Strandpromenade einer griechischen Insel…“

    Während er seinen Ouzo genießt, könnte Herr Tychon vielleicht mal den folgenden Artikel auf SPON lesen: „Griechenlands erfolgreicher Weg durch die Krise“
    (Darf leider nicht verlinkt werden, aber mit Google leicht zu finden)

    Es gab durchaus in Griechenland frühzeitig drastische Maßnahmen, aber vielleicht war das vor der Ankunft des Herrn Tychon.

    Es gibt aber wahrscheinlich auch noch andere Gründe:
    Die geografische Ausdehnung bei geringer Bevölkerungsdichte.
    Einziger „Hotspot“: der Großraum Athen mit 4,5 Millionen (von 11,5) Einwohnern.
    Geringe Tourismusreisen ins Ausland. Der Grieche verbringt seine Ferien auf den zahlreichen Inseln.

  26. Udo Laschet

    Irgendwie gehen hier gerade gefühlt die Bereitschaft, Menschen zu schützen, und sich selber dafür minimal zurückzustellen, getrennte Wege.

    Sicher, man darf sich gerne anstecken, wenn man nicht den Eifer hat, sich ausreichend, korrekt und bei den richtigen Quellen zu informieren. Es gibt keine Garantie für ausreichendes Halbwissen, dafür aber Regeln, wie man sich verhalten soll.

    Man kann jetzt auch mit diesen Regeln einverstanden sein, oder nicht, das ist egal. Nur: Wer Halbwissen streut, macht sich lächerlich. Wer bewußt Halbwissen verbreitet, verhält sich fahrlässig oder vorsätzlich.

    Menschen sind so. Meistens ist es einfacher, gleichgesinnte Halbwissende zu finden, als so’n simplen Mundschutz anzulegen. Das macht zwar nicht ‚immun‘, hat aber auch ein bisschen etwas von ‚Herde‘.