Einwegplastik auch in Belgien bald verboten

Die Klima- und Umweltkommission der Kammer hat am Mittwoch in zweiter Lesung einem Gesetzesvorschlag der PS zum Verbot von Einwegplastik zugestimmt.

Buntes Plastikgeschirr auf Tisch mit Tulpen in Großaufnahme (© Bildagentur PantherMedia / belchonock)

© Bildagentur PantherMedia / belchonock

Tüten, Becher und Besteck aus Plastik sollen verboten werden, auch Strohhalme, Ohrenstäbchen und Plastikverpackungen für Gerichte zum Mitnehmen. Belgien will weiter gehen als die europäische Direktive und eine Vorreiterrolle einnehmen.

Der Text sei ausgewogen und praxisorientiert, sagte der PS-Abgeordnete Malik Ben Achour. Nicht alle Plastiksorten seien verboten, außerdem würden zusätzlich zum Verbot auch Alternativen gefördert.

An dem Gesetzesvorschlag wird seit vergangenem Oktober geschraubt, es gab eine Reihe von Abänderungsanträgen und auch der Staatsrat wurde eingeschaltet. Nun muss noch das Kammerplenum darüber abstimmen.

belga/cd/km

7 Kommentare
  1. Horst Emonts-pool

    Auweia. Ob es auch der Plastikindustrie gefällt? Die Europäische Union sollte lieber mal die Verursacher der Umweltverschmutzung heran ziehen. In Asien, Afrika und Südamerika wird einfach alles ins Meer gekippt. Müll wird sorglos in der Umwelt geworfen. Wir in Westeuropa machen doch die wenigsten Schäden. Da wird doch das Pferd von hinten aufgezaeumt. Mir persönlich ist’s recht wenn Plastik verboten wird, aber den Schuldigen für die Meeresverschmutzung sollten die Minister wo anders suchen. Wir werfen kleinen Müll achtlos in die Umwelt.

  2. Frank Güsting

    Nunja, als ich letzte Woche in Holland an der Küste war hat fast jeder seinen Müll zurückgelassen. Es war traurig zu sehen wie der Strand in den frühen Abendstunden ausgesehen hat als sich die Leute langsam verzogen haben. Der Europäer ist ebenfalls im allgemeinen eine Sau.

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    Nicht nur in Südamerika wird der Müll achtlos entsorgt.

    Der Blick zum Nachbarn BRD reicht vollkommen. Auf der Sondermüllkippe Schöneiche bei Lübeck kippen jeden Tag schmutzige LKW 40.000 Tonnen hochgiftigen Sondermüll aus ganz Europa billig ab der sonst in keinem anderen Land der EU entsorgt werden darf.

    Das grenzt schon an feindselige Aktionen gegen die sowieso schon seit der Zerschlagung der DDR massiv in Armut lebenden Menschen, dass man ihr Land auch zudem noch als billige Sondermüllkippe der EU mit allen Konsequenzen gegen Mensch und Natur ganz legal einfach so mißbrauchen darf.

  4. Norbert Schleck

    Schöneiche bei Lübeck? Wohl eher bei Berlin im Bezirk Potsdam.
    Der Müll kam damals auch nicht aus der „BRD“, sondern aus Westberlin, wo man froh war, das Zeug los zu sein.
    Die DDR erhielt dafür harte Devisen, die das Land dringend brauchte.
    Da wurden auf beiden Seiten beide Augen zugedrückt.

    “ jeden Tag schmutzige LKW 40.000 Tonnen hochgiftigen Sondermüll“
    Kleine Rechenaufgabe: Wie viele LKWs sind das pro Tag, bei einer Nutzlast von 25 Tonnen? Richtig, 1600 und also 200 pro Arbeitsstunde.
    Junge, Junge, Herr Drescher, da muss was los sein.

    Für Interessierte: DLF „Dreck gegen Devisen“ vom 15.04.2019
    Einfach mal googeln.

    „…seit der Zerschlagung der DDR massiv in Armut lebenden Menschen“
    Ach Gott, davor lebten die wie die Maden im Speck?

  5. Jean Louis cremer

    Ruanda hat schon 11 Jahre plastiktaschenverbot

  6. Horst Emonts-pool

    In Holland Müll liegen lassen? Das würde ich nicht riskieren. Vor 50 Jahren hatte ein Freund meines Bruders eine Zigarettenkippe in Maastricht am Boden geworfen. Er war damals schon schwer bestraft worden. Die Polizei ist sehr scharf auf verschmutzter fixiert.

  7. Pablo Bongartz

    Finde ich sehr gut so. Ich hoffe es kann auch durchgezogen werden.