„Santé en lutte“: Pflegekräfte demonstrieren in mehreren Städten

In verschiedenen Städten sind am Sonntag Beschäftigte aus dem Gesundheitssektor auf die Straße gegangen, um gegen die chronische Unterfinanzierung zu demonstrieren. Dazu aufgerufen hatte die unabhängige Bewegung "Santé en lutte", zu deutsch etwa "Der Gesundheitssektor im Kampf".

"Santé en lutte": Demonstration in Lüttich (Bild: Thomas Michiels/Belga)

"Santé en lutte": Demonstration in Lüttich (Bild: Thomas Michiels/Belga)

An den Demonstrationen beteiligten sich Pflegekräfte, aber auch Beschäftigte aus medizinischen Berufen. In Brüssel versammelten sich etwa 200 Protestler vor dem Kabinett von Gesundheitsministerin Maggie De Block und zeigten ihr symbolisch den Rücken.

Der Pflegesektor leide seit Jahren unter einer Unterfinanzierung, die jetzt in der Corona-Krise besonders deutlich zu sehen war, sagte ein Sprecher. Die Regierung habe die Pfleger und die Bevölkerung durch ihre Sparpolitik in Gefahr gebracht.

Zu den dringenden Forderungen gehören, neben höheren Gehältern, die Aufwertung der Pflege und bessere Arbeitsbedingungen. Dazu zählt insbesondere mehr Zeit für die Patienten.

Auch in Lüttich, Namur und Charleroi haben Pflegekräfte demonstriert.

Für den 13. September plant die Bewegung „Santé en lutte“ eine größere Demonstration.

sh