Sollen die Betriebsferien aufgeschoben werden?

Der wallonische Unternehmerverband UWE hat sich im Zusammenhang mit einem möglichen Aufschub der Betriebsferien nuancierter gezeigt als die flämischen Arbeitgeber. Die flämische Vereinigung Voka hatte nachdrücklich auf die Möglichkeit gedrängt, die Urlaubsperiode auszusetzen. In der RTBF plädierte UWE-Geschäftsführer Olivier de Wasseige für maßgeschneiderte und konzertierte Lösungen.

Büro (Illustrationsbild: Thierry Roge/Belga)

Illustrationsbild: Thierry Roge/Belga

„Wir werden doch nicht ausgerechnet dann, wenn sich das Virus abschwächt, gleich wieder in Massen Urlaub nehmen und die Unternehmen wieder runterfahren?“ Wouter De Geest, der Vorsitzende des flämischen Arbeitgeberverbandes Voka, plädierte in der Zeitung Het Laatste Nieuws mit doch scharfen Worten für mehr Flexibilität; und damit verbunden auch für die rechtlichen Möglichkeiten, da solche Regelungen ja in vielen Sektoren kollektiv geregelt sind.

Bei der UWE, als dem frankophonen Pendant, wäre man auch nicht unglücklich über mehr Flexibilität. Aber das ausdrücklich auch im Sinne der Mitarbeiter. Vielen stünde gar nicht der Sinn danach, jetzt in den Sommermonaten zu verreisen, sagte UWE-Geschäftsführer Olivier de Wasseige. Andere würden vielleicht gerne die Verluste ausgleichen, die durch Kurzarbeit entstanden sind.

Aus diesen und anderen Gründen wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn man innerhalb einzelner Sektoren oder Unternehmen zumindest die Möglichkeit bekäme, die Betriebsferien ganz oder teilweise zu verschieben. Das dürfe aber in keiner Weise darauf hinaus laufen, dass den Mitarbeitern Opfer abverlangt würden. Die Urlaubstage würden in jedem Fall verschoben.

Roger Pint

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Ein Kommentar
  1. Andreas Engels

    Anhand der Verkehrsplanung von Anfang diesem Monat geht man scheinbar hier an der belgischen Kueste davon aus, das dieses Jahr, der Monat September komplett an allen Septembertagen voll mit Touristen ist und im Oktober die Buergersteige wieder hochgeklappt werden.

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