Coronakrise: Konzertsektor fürchtet um seine Zukunft

Die Konzertbranche in Belgien befürchtet, dass die Corona-Krise schwerwiegende wirtschaftliche Folgen haben wird. Das schreiben die belgischen Konzert- und Festivalveranstalter in einem offenen Brief.

Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder

Pearl Jam-Sänger Eddie Vedder (Bild: Herbert P. Oczeret/EPA)

Der Sektor sei als erstes von den Corona-Maßnahmen betroffen gewesen und sei wahrscheinlich der letzte, der wieder zur Normalität zurückkehren könne. Das werde auch langfristig große Auswirkungen haben.

Die Konzert-Veranstalter befürchten einen Schaden von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro, wenn man alle betroffenen Bereiche wie auch die Bühnenbauer, Konzerttechnik und Verpflegung hinzurechnet. Sie fordern Unterstützung aus der Politik und bieten ihre Hilfe an, um kreative Lösungen für einen Ausweg aus der Krise zu finden.

Die Sommerfestivals in Belgien sind bisher noch nicht offiziell abgesagt, auch wenn diese Entscheidung wahrscheinlich noch fallen wird. Außerdem gibt es auch Absagen von den Bands. Pearl Jam hat am Freitag angekündigt, dass die Europa-Tournee auf nächstes Jahr verschoben wird. Pearl Jam war Topact unter anderem bei Rock Werchter.

Provinz Lüttich will Kultursektor in der Corona-Krise unterstützen

Die Provinz Lüttich will den Kultursektor in der Corona-Krise zusätzlich unterstützen. So könnten Künstler und Künstlergruppen unterschiedlichster Art die Provinz-Seiten in den Sozialen Netzwerken nutzen, um dort online ein größeres Publikum zu erreichen.

Bei Veranstaltungen, die schon eine Unterstützung von der Provinz erhalten aber wegen der Corona-Pandemie abgesagt werden müssen, will die Provinz von Fall zu Fall entscheiden, wie sie den Betroffenen gegebenenfalls unter die Arme greifen kann.

belga/mitt/km/okr