Corona-Epidemie fordert bislang mehr als 3.000 Todesopfer in Belgien

Belgien hat eine weitere traurige Covid-19-Marke überschritten: Mehr als 3.000 Tote sind inzwischen zu beklagen. Andererseits ist es zumindest als positiv zu betrachten, dass die Epidemie-Kurve sich zu stabilisieren scheint - auch wenn die Lage nach wie vor ernst ist.

Sarg (Illustrationsbild: Kenzo Tribouillard/AFP)

Illustrationsbild: Kenzo Tribouillard/AFP

Die Corona-Epidemie hat in Belgien inzwischen mehr als 3.000 Todesopfer gefordert. Das wurde bei der täglichen Pressekonferenz des Krisenzentrums bekannt. In den letzten 24 Stunden starben 325 Patienten an den Folgen der Lungenkrankheit, davon 211 in Alten- und Pflegeheimen.

Hinzu kamen 171 Sterbefälle, die rückwirkend hinzugerechnet wurden. Es handelt sich dabei um Todesfälle, die größtenteils in Alten- und Pflegeheimen zwischen dem 18. und 31. März registriert wurden. Damit stieg die Zahl der Todesopfer auf 3.019.

462 Personen wurden außerdem in Krankenhäuser aufgenommen. 404 Patienten konnten das Krankenhaus wieder verlassen. Die Zahlen blieben stabil, hieß es.

Insgesamt sind jetzt in Belgien 5.610 Patienten hospitalisiert. 1.268 werden auf Intensivstationen betreut, das sind sieben mehr als am Donnerstag.

In den letzten 24 Stunden wurden zirka 3.700 Tests durchgeführt. Bei 1.689 Personen verlief der Test positiv.

Die Epidemie bestimmt unser Leben von früh bis spät – das wird man besonders jetzt zur Osterzeit auch wieder merken. Deswegen haben sich auch die Gesundheitsexperten vom föderalen Coronavirus-Krisenzentrum an die Bevölkerung gewandt.

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belga/cd/schb

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23 Kommentare
  1. ralf zilles

    Belgien hat umgerechnet auf die Bevölkerungszahlen fast so viele Tote wie Italien! Was läuft da falsch?? (I=60 Mio. , B=11 Mio. Einwohner)

  2. Roger Hermann

    Danke „Madame De Block“, belgische Politik ist großteils inkompetent, auf allen Ebenen ! 🙁

  3. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Hermann
    Bitte bedenken Sie folgendes:

    Die USA sind das Land der unbegrenzten Möglichkeiten.
    Aber Belgien das Land der
    Unbegrenzten Unmöglichkeiten.

    Das erklärt vieles.

  4. Margarete rossberg

    Die belgische Gesundheitsministerin hat das Gesundheitswesen kaputt gespart
    Sie sollte zurücktreten.

    Selbst ist sie auch kein Aushängeschild für Gesundheit.
    6 Millionen atemschutzmasken Ende 2019 vernichtet, den Grenzgänger den Izomschein gestrichen und jetzt sehen wir die Unzulänglichkeiten in der coronakrise

  5. Freddy Langer

    @ Ralf Zilles.
    Weil Belgien auch die Sterbefälle in den Alten- und Pflegeheimen mitzählt, sogar die Covit-19 Verdachtsfälle werden hinzu gerechnet. (Quelle BRF)

    Es wäre meiner Meinung nach effektiver, wenn nur die Sterbefälle gezählt würden die an Covit-19 gestorben sind und nicht mit Covit-19.

  6. Roland Lejeune

    @Freddy Langer

    Gott sei Dank mal jemand mit Verstand, der das Zustandekommen der sogenannten „Fallzahlen“ in Belgien zitiert !

  7. Herman Huybrechts

    Anfang der Infizierungen in Belgien ist März. Wäre es dann nicht vernünftiger, die Durchschnittszahl der Verstorbenen im März und April der (fünf?) vergangenen Jahren auch als Richtzahl für die laufenden Monate zu berücksichtigen und die seit März 2020 vom Standesamt bekannten Todesfälle mit dieser Anzahl zu verringern?

  8. Horst Emonts-pool

    Wenn jemand hier stirbt, egal woran, wird ein Corona Test gemacht. Und alle die infiziert waren werden mitgezählt. Das ist auch in Italien so. In Deutschland ist die gesundheitliche Versorgung bestimmt nicht besser wie in Belgien. Schaut euch mal die Tabelle der Todesopfer da an. Deutschland hat 8x soviele Einwohner wie Belgien, aber weniger Opfer. Da wird schön oder schlecht gerechnet.

  9. Frau Margarete rossberg

    Das Gesundheitssystem in Deutschland ist sehr wohl um Vieles besser als hier in Belgien.
    Das weiss ich aus Erfahrung. Es ist auch vollkommen anders aufgestellt. Dort haben Ärzte auch einen viel höheren Stellenwert als hier in Belgien. Dort werden keine Zahlen schön gerechnet. Jedes Land tut sein Bestes.
    Da sollte man nicht neidisch auf den Nachbarn blicken. Wir sind doch Europäer und sollten zusammenhalten. Egal in welchem Land: jeder Tote dieser Pandemie ist einer Zuviel. Die Länder sollten sich austauschen gemeinsam forschen und sich gegenseitig unterstützen.
    Dazu gehört auch das die Grenzen wieder geöffnet werden

  10. Peter Mertens

    Ehe hier die Grenze geöffnet wird ist es Weihnachten.
    Wir alle müssen unter den Fehlentscheidungen der Politiker leiden.

  11. Horst Emonts-pool

    Liebe Frau Rossberg. In Deutschland muss man Monatelang auf einen Facharzt Termin warten. Laut Statistik steht Belgien am schlechteste da. Zum Beispiel Philippinen. Da soll es insgesamt weniger Todesopfer geben, wie in Belgien an einem Tag. Auf den Philippinen leben über 10 mal soviele Menschen wiein Belgien. Ob deren zahlen stimmen weiß man auch nicht. Aber die von uns in belgien bestimmt auch nicht. Wir haben mit den besten Universitäten der Welt. Da kann ein Entwicklungsland wie Philippinen nicht mithalten. Wenn wir im mittleren Bereichder Todesfälleliegen wuerden, waere es noch einigermaßen glaubhaft. Aber das Belgien so schlecht abschneidet ist reine Schwarzmalerei.

  12. Margarete rossberg

    Lieber Herr Emonts-Pool
    Ich habe weder für den Hautarzt noch für den Internisten oder Orthopäden monatelang auf einen Termin warten müssen. Im Gegenteil. Ergebnisse werden auch schnell geliefert.
    Der Orthopäde röntgt in der seiner Praxis und der Befund wird sofort mitgeteilt. Hier muss man ob für Knie, Rücken oder Hals jeweils einen anderen Orthopäden aufsuchen, zum Röntgen einen extra Termin im Krankenhaus wahrnehmen und und und. Belgien hat eine ganz andere Gesunheitsstruktur.

  13. Roland Lejeune

    @Rossberg
    Dann leben wir sicher allemal in einer anderen Welt !
    Keiner redet hier von Neid auf den Nachbarn.
    Die Deutschen wollen immer besser u. perfekter sein, ob dem so ist,
    ist noch zu hinterfragen 🙂

  14. Freddy Langer

    Reine Ansichtssache, ich bin glücklich als Belgier in Belgien zu leben und auch auf das belgische Gesundheitswesen zurück greifen zu können.
    Vor der Zweiklassen Behandlung unserer östlichen Nachbarn möge ich verschont bleiben.

  15. Horst Emonts-pool

    An Frau Rossberg. Ein neffe von mir war vor 3 Jahren eine Bandscheibe im Halsbereich rausgesprungen. Hatten Orthopäden in Renomierten Krankenhäuser in Deutschland nicht gesehen. Meine schwester hat Diabetes Typ 1. Hatten die Spezialisten acu nicht gefunden. Es wurde zufällig von ihrem Hausarzt entdeckt. Meine Schwester und Neffen leben übrigens in Deutschland. Die Krankenhäuser in Deutschland sin hygienisch in sehr schlechtem Zustand. Es wird sogar im deutschen Fernsehen gezeigt. Aber bitte. Wenn sie meinen es wäre so gut da,was machen sie denn hier in einem belgischen vorum. In Deutschland sterben mehr Menschen an einer Infektion im Krankenhaus als sonst wo in Europa.

  16. Peter Mertens

    Belgien hatte in den Jahren 2018/2019 jährlich circa 110.000 Tote
    Das sind circa 9000 pro Monat/ 300 pro Tag.

    Dann warten wir mal ab was die Zahlen 2020 sagen.
    Denn wie heißt es, traue keiner Statistik die du nicht selber gefälscht hast 🙁

  17. Werner Radermacher

    Frau Rossberg hat recht, das deutsche Gesundheitssystem ist gut. Ich muß für einen Termin beim HNO Arzt ,Urologen, Orthopäden keine Monate warten. Eine Terminbuchung geht sogar relativ schnell, Arzttermine kann man einfach online buchen. Einen Vergleich mit Belgien kann ich mangels Kenntnis des belgischen Gesundheitssystem nicht ziehen.

  18. Peter Mertens

    Wenn das Gesundheitssystem in Belgien so gut ist warum trauern denn viele dem abgeschafften IZOM Abkommen nach.

  19. Frank Kueches

    Ich denke das es hier einmal mehr darum geht, den deutschen Drang sich besser darstellen zu wollen, auszuleben Keine Gelegenheit wird ausgelassen , bei all den schrecklichen Zahlen aus anderen Laendern, darauf hinzuweisen wie doch alles wieder besser in D ist. Ob es stimmt bezweifle ich, Zahlen sind geduldig und Statistiken koennen schoen gerechnet werden. Alles eine Frage der Auslegung
    Siehe weiter oben die Kommentare von Herrn Freddy Langer

  20. Werner Radermacher

    Kommentare gegen Deutschland sind überflüssig. „Corona“ interessiert sich nicht für Grenzen oder Nationalität.

  21. Frank Kueches

    Herr Radermacher,

    war nur eine Feststellung und Wiedergabe meiner Wahrnehmung.
    Nicht mehr und nicht weniger

  22. Margarete rossberg

    Was ich in einem belgischen Forum mache? Ich wohne und le e in Belgien. Ich kenne mich in beiden Gesundheitssystemen bestens aus. Schon aus beruflichen Gründen. Meine Erfahrung aus 20 Jahren Rot Kreuz Dienst fließen in meine Meinungsbildung mit ein.
    Aber nochmal, alle sollten mal ihren Nationalstolz hinter sich lassen und gemeinsam Europa übergreifend das Virus bekämpfen. Reicht das Virus noch nicht den Egoismus in Gemeinsamkeit umzumünzen?
    Das Schicksal hat die Stoptaste gedrückt. Es wird kein Höher Weiter schneller mehr in der Form geben wie es mal war.

  23. Peter Mertens

    Hat sich bisher keiner Gedanken gemacht ob das alles seine Richtigkeit hat.
    Stimmen die Zahlen, das Durchschnittsalter der Verstorbenen liegt bei circa 80 Jahre.
    Die Zahlen variieren je nachdem welche Änderungen gerade benötigt werde .

    In D sind es 75 Corona-Tote pro Million Einwohner, einfach runtergerechnet auf eins ist das weniger als ein Corona Toter auf 10.000 Einwohner über einen Zeitraum von zwei Monaten.

    Jeder sollte mal überlegen ob diese ganzen Verletzungen unsere Grundrechte wirklich nötig und gerechtfertigt sind oder steckt etwas ganz anderes dahinter.

    Niemand verfügt über wirklich zuverlässige Zahlen

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