Dänemark und Österreich können Vorbild für Belgiens Exit-Strategie sein

Bei den Corona-Fällen gibt es eine positive Tendenz. Und damit fällt das Wort "Exit-Strategie" immer häufiger. Die Regierung hat dazu jetzt eine Arbeitsgruppe zusammengestellt. Um zu wissen, wie diese Exit-Strategie aussehen könnte, lohnt sich ein Blick in andere Länder.

Paar mit Masken am 5. April in Brüssel (Bild: Aris Oikonomou/AFP)

Bild: Aris Oikonomou/AFP

Österreich und Dänemark machen schon die ersten vorsichtigen Schritte in Richtung Exit. In Österreich sollen kleine Geschäfte sowie Baumärkte und Gartencenter nach Ostern wieder öffnen, Anfang Mai dann alle anderen Geschäfte, Einkaufszentren und Friseursalons, Mitte Mai dann Schulen, Restaurants und Hotels. In Dänemark sollen die Kinder nach Ostern wieder in die Schule.

Für den Antwerpener Epidemiologen Pierre van Damme gibt es auch einen Grund für die frühe Lockerung. Beide Länder hätten am Anfang der Corona-Epidemie sehr schnell reagiert, strenge Maßnahmen getroffen, und damit die Ausbreitung des Coronavirus schon früh gebremst. „Deshalb sind beide Länder auch jetzt schon in der Lage, die Maßnahmen zu lockern“, so Van Damme.

Dänemark habe am 3. März, also zwei Wochen vor Belgien, das Land stillgelegt. Dann könne man sich ausrechnen, dass Belgien in zwei Wochen ebenfalls anfangen kann, die Zügel etwas zu lockern, so van Damme. „Doch bevor es dazu kommt, muss natürlich die Zahl der Krankenhausaufnahmen konstant bleiben, besser noch sinken.“

Die Zahl der Patienten auf Intensivstation und die Todesfälle werden ohnehin noch länger hoch bleiben, weil deren Entwicklung etwas hinterherhinkt. „Bis dahin müssen die Maßnahmen aufrechterhalten und den Menschen vermittelt werden, dass diese sinnvoll waren.“

Bedingungen

Eine gute Exit-Strategie funktioniert aber nur unter gewissen Bedingungen. „Erstens muss breit getestet werden und zweitens müssen Kontakte mit Infizierten beispielsweise per App nachverfolgt werden“, erklärt Pierre van Damme. „Alles natürlich unter Wahrung der Privatsphäre“, betont der Epidemiologe.

Bei der Exit-Strategie spielt auch die Herdenimmunität eine Rolle. Man muss wissen, wie viele Menschen schon Antikörper gebildet haben, weil sie sich mit dem Virus infiziert haben. „Da macht es einen Unterschied, ob das jetzt zehn oder 30 Prozent der Bevölkerung sind“, erklärt Van Damme.

Auch hänge es davon ab, welche Altersgruppen Antikörper gebildet haben. Sind es vor allem Kinder, dann könnten die Schulen schneller geöffnet werden. Aber ob Schule oder Betriebe – die Lockerung müsse immer von einem konstanten Monitoring begleitet werden, sagt Van Damme. „Ansonsten sitzen wir in Sachen Krankenhauskapazitäten zwei Wochen später wieder mit demselben Problem da.“

Zehn Köpfe brüten über Exit-Strategie

Volker Krings

Ein Kommentar
  1. Desodt Jean claude

    In die BRD gibt ein verfahren die mehrere virus probe zusamen stelle und analisiert wird ist der Gänse block negative sind alle Leute die eine Probe gegeben haben dan frei von vier so was kann angewendet werden um eine Ganse Strasse zu testen so kann Gänse Gebiet wieder frei gegeben werde

    N
    .

    K