Flaggenstreit bei Pukkelpop: Veranstalter entschuldigt sich

Im Flaggenstreit beim Pukkelpop-Festival hat die Festivalleitung jetzt eingelenkt und sich entschuldigt.

Auf dem Pukkelpop-Festival ist es zu einem rassistischen Vorfall gekommen

Pukkelpop-Festival (Bild: Jasper Jacobs/ Belga)

Samstag hatte das Festival flämische Flaggen verboten, auf denen das Wappentier Löwe mit schwarzen Krallen abgebildet ist. Zur Begründung hieß es, diese Flaggen ständen für Rechtsextremismus und seien ein Symbol der Kollaboration mit Nazi-Deutschland.

Daraufhin hatten hochrangige N-VA-Politiker kritisiert, dass diese Interpretation haltlos sei. Unterstützung erhielt die N-VA von mehreren Historikern: Wer ein völlig schwarzes Wappentier zur Schau stelle, symphatisiere nicht zwangsläufig mit Rechtsextremismus, so die Wissenschaftler.

Das Pukkelpop-Festival hat sich daraufhin entschuldigt: Jeder sei auf dem Festival willkommen, egal welcher politischen Gesinnung er angehöre. Das Festival verurteile aber jede Form von verbaler und physischer Gewalt gegen andere Besucher.

Die Klimaaktivistin Anuna De Wever war bei einem Auftritt ausgebuht worden. Später haben mehrere junge Männer De Wever und ihre Freundinnen auf dem Campingplatz angegriffen. Diese Männer hätten die daraufhin verbotenen flämischen Flaggen getragen. Anuna De Wever hat Pukkelpop inzwischen verlassen.

Das Festival will den Vorfall untersuchen. Es könne nicht sein, dass Menschen beim Pukkelpop belästigt würden, aus welchem Grund auch immer, sagte Cheforganisator Chokri Mahassine im flämischen Rundfunk.

Das Pukkelpopfestival geht Sonntag zu Ende.

vrt/rtbf/okr

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