Ebola im Kongo: Neuer Impfstoff aus Belgien nicht erwünscht

Der Kongo wird einen neuen Ebola-Impfstoff aus Belgien nicht zulassen. Das berichtet der Standaard am Freitag. Es handelt sich um einen experimentellen Impfstoff des Pharmaunternehmens Janssen, der mit finanzieller Unterstützung der EU entwickelt wurde.

Kongolese erhält eine Ebola-Impfung in Goma (Bild: Pamela Tulizo/AFP)

Kongolese erhält eine Ebola-Impfung in Goma (Bild: Pamela Tulizo/AFP)

Es wäre der zweite Impfstoff gegen Ebola. Janssen verfügt nach eigenen Angaben über genügend Impfdosen, um kurzfristig eine halbe Million Menschen zusätzlich zu impfen, falls nötig reiche der Impfstoff auch für bis zu anderthalb Millionen Menschen.

Die Regierung in Kinshasa befürchtet, dass die Verbreitung des neuen Impfstoffes die Beunruhigung in der Bevölkerung vergrößern würde. Der Kampf gegen das Ebola-Virus im Kongo ist schwierig. In der Bevölkerung sind Misstrauen und Angst weit verbreitet. Helfer werden immer wieder angegriffen. Hinzu kommt die schwierige Sicherheitslage im Ebola-Gebiet. Rebellengruppen terrorisieren die Menschen dort immer wieder.

belga/sh

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4 Kommentare
  1. Franz-Josef Collienne

    Moeglicherweise ist es Misstrauen oder sogar Angst vor ihrem ehemaligen Kolonialherren der sie unterdrueckt und bertrgen hat.

  2. Yves Tychon

    Schon kurios, was Sie da schreiben, Herr Collienne. Sonst hatten die kongolesischen Führer über Generationen hinweg keinerlei Berührungsängste, wenn es darum ging, Geld- oder Sachleistungen von den ehemaligen Kolonialherren entgegenzunehmen!

  3. Marcel scholzen Eimerscheid

    Es koennte natuerlich auch sein, dass die kongolesische Regierung den Impfstoff nur dann akteptiert, wenn Bestechungsgelder gezahlt werden etwa nach dem Motto : „Wenn Ihr helfen wollt, muesst Ihr zuerst mal zahlen. “

    In der sogenannten Dritten Welt ist es durchaus ueblich, dass Regierungen sich bei Katastrophen bereichern wollen. Da wird dann mit allen Tricks gearbeitet, um an Geld zu kommen.

  4. Alfons van Compernolle

    Sehr geehrter Herr Scholzen, Sie koennten Recht haben mit Ihrer These- „Gib mir Geld,dann kannst Du Helfen“ – ! Aber das ist nicht nur in der sogen. Dritten Welt so ! Als es seiner Zeit um die Erneuerung der oeffentlichen Telefonzellen in Griechenland ging, musste Siemens 25 Millionen DM an Bestechungsgelder auf den Tisch legen. Sie sollten mal probieren in Italien einen Auftrag zu bekommen, besonders in der Baubranche oder Muellbeseitigung! Ich hoffe Ihr Geldbeutel ist gut gefuellt.
    Da gibt es noch so ein paar mehr West-Europaeische Beispiele.

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