N-VA-Fraktionsvorsitzender verteidigt Konsultationen mit dem Vlaams Belang

Der N-VA-Fraktionsvorsitzende in der Kammer, Peter De Roover, hat die anhaltenden Konsultationsgespräche seiner Partei mit dem rechtsextremen Vlaams Belang verteidigt. Es dürfe bei Konsultationen nicht um Dogmen gehen, sondern ausschlaggebend müssten Inhalte sein, sagte De Roover Freitagabend. Wenn der Vlaams Belang bereit dazu wäre, sich inhaltlich den Positionen der N-VA bis auf ein gewisses Niveau anzunähern, sei eine Zusammenarbeit mit dem Vlaams Belang durchaus denkbar.

N-VA-Kammervorsitzender De Roover

Archivbild: Nicolas Maeterlinck/BELGA

Die N-VA will den Vlaams Belang testen. So stellt es Peter De Roover dar. Dadurch, dass die N-VA jetzt Konsultationen mit dem Vlaams Belang führe, müsse die Partei Farbe bekennen und sagen, was sie eigentlich wolle.

Denn die bisherige Situation für den Vlaams Belang sei einfach gewesen. Der „Cordon sanitaire“ habe die Partei bislang immer von Vornherein von Konsultationsgesprächen ausgeschlossen. Der Vlaams Belang hätte deshalb immer alles sagen können, was er wollte. Jetzt müsse sich zeigen, wie ernst es der Partei mit ihren Positionen sei.

Sind die Rechtsextremen auch zu Kompromissen bereit? Und wenn ja, wie weit gehen sie dabei? Genau das wolle die N-VA jetzt ausloten.

„Und wenn sich dann zeigt, dass die Positionen des Vlaams Belang in etwa ähnlich sind wie die der N-VA, dann wären wir doch verrückt, die Wähler auszuschließen, die den Vlaams Belang gewählt haben“, sagte De Roover.

Sprich: Eine Zusammenarbeit zwischen N-VA und Vlaams Belang ist durchaus möglich, sollte es inhaltlich genügend Übereinstimmungen geben. Könnten die nicht gefunden werden, käme es auch nicht zu einer Zusammenarbeit, sagte De Roover.

Kay Wagner

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