Rentendebatte ein Hauptthema von flämischer „Elefantenrunde“

Bei einer Wahlkampfdebatte am Donnerstagabend in Gent haben die Parteispitzen von N-VA, CD&V und OpenVLD die stufenweise Erhöhung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre verteidigt. Die Oppositionsparteien hielten mit ihrer Kritik nicht zurück.

Wahlkampfdebatte am 25.4. in Gent

Bild: Jonas D'Hollander/Belga

Plötzlich waren sie wieder geeint: N-VA, CD&V und OpenVLD, die flämischen Partner der im Dezember zerbrochenen sogenannten „Schwedischen Koalition“ mit der MR, vertraten bei der Rentenfrage den gleichen Standpunkt.

Klarer Gegenwind kam von Kommunisten und Sozialisten. Sowohl SP.A als auch PVDA wollen das Renteneintrittsalter wieder auf 65 Jahre senken. Grundsätzlich wollen das auch die Grünen. Doch Groen-Vorsitzende Meyrem Almaci eierte herum, als N-VA-Chef Bart De Wever sie fast schon penetrant dazu bringen wollte, eine klare Aussage dazu zu machen.

42 Jahre arbeiten – „ja“. Aber bei der Berechnung des Renteneintrittsalters sollte auch die Qualität der geleisteten Arbeit eine Rolle spielen, so Almaci, die auch sagte, dass eine mögliche Regierungsbeteiligung der Grünen nicht an der Frage „67 Jahre ja oder nein?“ scheitern sollte.

Einen Monat vor den Föderalwahlen machte die Debatte am Donnerstag klar, dass sich die Debatte um das Renteneintrittsalter zumindest in Flandern zu einem weiteren Hauptthema im Wahlkampf herauskristallisieren könnte – neben den überdies gesellschaftspolitisch gerade aktuellen Themen Klima und Migration.

Kay Wagner

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150