Politbarometer kündigt „grüne Welle“ für Föderalwahlen an

Bei den anstehenden Föderalwahlen könnte es landesweit zu einer "grünen Welle" kommen. Das geht aus dem neuesten Politbarometer hervor, dass die VRT und RTBF zusammen mit den Zeitungen La Libre Belgique und De Standaard veröffentlichen. Klare Regierungskoalitionen zeichnen sich hingegen nicht ab.

Die Co-Vorsitzenden Zakia Khattabi und Jean-Marc Nollet bei einem Ecolo-Kongress am 17. März in Brüssel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

Die Co-Vorsitzenden Zakia Khattabi und Jean-Marc Nollet bei einem Ecolo-Kongress am 17. März in Brüssel (Bild: Nicolas Maeterlinck/Belga)

„Ein politisches Erdbeben bereitet sich vor“, fasst La Libre Belgique die Wahlabsichten der Belgier zusammen. PS und Ecolo werden demnach zu den beliebtesten Parteien in der Wallonie und Brüssel. Ecolo kann in beiden Regionen zweistellig zulegen, die PS verliert nur einstellig. Das bedeutet, dass die PS in der Wallonie weiter stärkste Partei bleiben kann, dicht gefolgt allerdings von Ecolo. In Brüssel ist es genau umgekehrt. Die MR rutscht in beiden Regionen auf Platz drei der Wählergunst zurück.

In Flandern bleibt das Bild unverändert. Die N-VA muss zwar Verluste hinnehmen und kommt aktuell nur noch auf knapp 28 Prozent. Aber da auch die anderen Mitte-Rechts-Parteien verlieren, bleibt die N-VA mit Abstand Flanderns populärste Partei.

Diese Parteitendenzen lassen sich auch bei der Liste der beliebtesten Politiker ablesen. In der Wallonie führen die PS-Politiker Paul Magnette und Elio Di Rupo die Liste an. Gefolgt vom Ecolo Co-Präsidenten Jean-Marc Nollet. Premierminister Charles Michel von der MR kommt nur auf Platz neun.

Auch in Flandern verliert der Premier an Beliebtheit und landet jetzt nur noch auf Platz sieben. In Flandern ist N-VA-Chef Bart De Wever wieder der beliebteste Politiker. Direkt gefolgt von Parteikollege Theo Francken. Der N-VA-Kandidat für das Amt des Premierministers, Jan Jambon, kommt seinerseits auf Platz vier.

Kay Wagner

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3 Kommentare
  1. Darius Dunker

    Den – relativ gesehen – größten Zuwachs hat laut der Umfrage die PTB, die ihre Stimmen demnach in Wallonien fast, in Brüssel-Hauptstadt mehr als verdreifachen wird. Schade, dass das in dieser Meldung gar nicht vorkommt.

  2. Guido Scholzen

    Was erwarten Sie, Herr Dunker, von grüngesinnten Medien?

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    Konkurrenz belebt bekanntlich das Geschäft oder bringt das am politisch rechten Rand agierende gescheiterte System Brüssel / EU zum Aufgeben zugunsten der Vernunft.

    Für unsere DG kein Fehler wenn sich der Preussisch-Frankophone Zentralismus ein Stück weit zurückzieht weil der ewiggestrige Nationalismus aus dem letzten Jahrhundert einfach nicht mehr zieht bei der Mehrheitsbevölkerung im gesamten Föderalen Königreich.

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