Vor hundert Jahren begann der Angriff auf Passchendaele

In Flandern und in Großbritannien gedenkt man an diesem Wochenende des Beginns der Schlacht um Passchendaele vor hundert Jahren, benannt nach einem Städtchen auf einer Anhöhe in Westflandern.

"Mud Soldier"-Statue in London - die Statue wurde aus Sand und Matsch aus Passchendaele geformt

"Mud Soldier"-Statue in London - die Statue wurde aus Sand und Matsch aus Passchendaele geformt

Um drei Uhr in der Nacht begannen englische, kanadische und australische Truppen nach längerer Vorbereitung mit einer Offensive, die die belgischen Seehäfen zum Ziel hatten, die den deutschen U-Booten als Stützpunkte dienten.

Zu ihrem Verderben setzten heftigste Regenfälle ein, wodurch Soldaten, Pferde, Wagen und Artilleriegeschütze im Schlamm stecken blieben, zum Teil sogar versanken. Dadurch waren die britischen Soldaten dem deutschen Beschuss von den Höhen von Passchendaele ausgesetzt. Deswegen hat Passchendaele besonders in England einen tragischen Klang und steht für die Sinnlosigkeit des Krieges. Bei der Ausschaltung der deutschen Batterien bei Passchendaele starben Hunderttausende Soldaten, die meisten davon Briten.

Am Sonntagabend beginnt das Gedenken mit einem besonderen „Last Post“. Zu dem multi-medial unterstützten Gedenken kommen zahlreiche Ehrengäste, darunter König Philipp und Königin Mathilde, sowie die britischen Prinzen Charles und William mit Prinzessin Kate.

Die Royal British Legion, eine britische Veteranenorganisation, hat mehrere Videofilme ins Netz gestellt.

vrt/fs - Bild: Daniel Leal-Olivas/AFP

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150