Drei Tage, das Unbestimmbare zu feiern: Erstes Meakusma-Festival im Alten Schlachthof

Drei Tage, um das Unbestimmbare zu feiern. Mit diesem Anspruch beginnt in rund anderthalb Wochen das erste Festival des ostbelgischen Kulturveranstalters Meakusma. Geboten werden Konzerte, Vorlesungen und Kunstinstallationen verschiedenster Art.

Erstes Meakusma-Festival im Alten Schlachthof

Wer denkt, elektronische Musik beschränkt sich auf Tomorrowland und EDM, liegt bei Meakusma falsch. Der ostbelgische Veranstalter zelebriert seit Jahren experimentelle Elektromusik und Kunstformen, die sich weder auf ein Genre, noch auf ein bestimmtes Publikum festlegen lassen.

In Zusammenarbeit mit dem Brüsseler Goethe-Institut bringt Meakusma regelmäßig auch namhafte Künstler und Pioniere aus der Underground-Elektroszene nach Eupen. So auch jetzt, beim ersten mehrtägigen Event der Gruppe. „Die Idee gibt es eigentlich schon länger, es gab aber keine Location, die passend war. Und mit dem Alten Schlachthof haben wir jetzt die Infrastruktur, die es erlaubt verschiedene Formen der Musikdarbietungen anzubieten. wir haben sowohl Platz für Konzerte als auch Platz für Tanzmusik und DJs – und von daher ist der Alte Schlachtof scho ausschlaggebend gewesen“, erklärt David Langela von Meakusma.

Keine Grenzen beim Alter oder Musikgeschmack

Gemäß der Idee, das Unbestimmbare zu feiern, präsentiert sich auch das Line-up der Veranstaltung. Auf fünf Bühnen quer durch den Schlachthof verteilt, werden am Festivalwochenende verschiedenste Künstler auftreten. So zum Beispiel der in Lissabon ansässige DJ Nigga Fox, der in seinen Stücken House mit Einflüssen aus Portugal und Afrika mischt.

„Es ist ein sehr breites Publikum, das anvisiert wird – auch dadurch, dass wir mit Meakusma so aufgestellt sind, dass wir schon seit Jahren sowohl Konzerte als auch Tanzveranstaltungen anbieten“, erklärt Langela. „Deswegen sind da weder vom Alter noch vom Musikgeschmack her Grenzen gesetzt.“

Schwerpunkt des Festivals bleibt die elektronische Musik. Allerdings gibt es auch zahlreiche Bands und Künstler mit Einflüssen aus Klassik, Weltmusik und Reggae.

Neue Perspektiven

Doch nicht nur die Konzerte, auch das Rahmenprogramm des Festivals bemüht sich um neue Perspektiven. So hat zum Beispiel der Berliner Wahlbelgier David Helbich eigens für das Festival einen sogenannten „self performative audioguide“ geschrieben.

„Er komponiert Musik und vermischt das gleichzeitig mit Feldaufnahmen – also Aufnahmen, die er wirklich in Eupen gemacht hat. Die werden dann verändert, teilweise aber auch roh in die Musik mit eingebunden. Er wird auch außerdem noch ein paar Sprachanweisungen geben. D.h. du stehst an einer gewissen Stelle und er sagt dir dann, dass du in die und die Richtung gehen sollst und dir das und das anschauen sollst. Dabei gibt es dann eben ein Zusammenspiel zwischen Natur und den Anweisungen und Klängen, die du dann auf den Ohren hast. Dadurch wird dann eine neue Perspektive auf die Natur, in der du dich gerade befindest, geschaffen.“ Ein Stück aus und für Eupen also, das es in dieser Form noch nicht gegeben hat, erklärt Langela.

Das Meakusma-Festival findet vom 23. bis zum 25. September im Alten Schlachthof statt. Ein Festivalticket für drei Tage ist online ab 55 Euro erhältlich. Mehr Infos zu Vorverkaufsstellen und der Veranstaltung selbst gibt es auf der Webseite des Meakusma-Festivals.

Das ausführliche Interview mit David Langela von Meakusma und der Aachener DJane Greta Galla alias „Galleur“, die beim Meakusma-Festival auflegen wird, gibt es hier zum Nachhören:

ake/mg - Bild: Meakusma-Festival

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