2012: Jan Fabre im Ikob

Künstler Jan Fabre, Ikob-Direktor Feidler und Tierschützer Vandenbosch: Dialog statt Konfrontation.

Jan Fabre lässt Vogelspinnen über Rasierklingen laufen ((Archivbild: BRF Fernsehen))

Mexikanische Riesenvogelspinnen im "Spinnen-Kopftheater" mit Rasierklingen (Archivbild: BRF Fernsehen)

Die letzte Ausstellung des langjährigen Direktors Francis Feidler zum zwanzigjährigen Geburtstag des Ikob erregt Aufsehen: Jan Fabre, der wohl international bekannteste lebende belgische Künstler, zeigt in Eupen zum ersten Mal die Retrospektive über sein frühes Oeuvre und ist auch bei der Eröffnung anwesend.

Der Sohn eines Biologen hat seit seiner Kindheit ein Faible für Insekten. Er bekleidete die Decke im königlichen Palast in Brüssel mit hunderttausenden Rückenpanzern von Skarabäus-Käfern und baute in Löwen vor der Universitätsbibliothek eine surreale Installation auf: Eine 23 Meter hohe Nadel, die einen riesigen Käfer aufspießt. Auch seine Ausstellung im Ikob steht im Zeichen der Insekten. Mehr als 150 Exponate wollen Vergänglichkeit und Kontinuität in der Veränderung zeigen.

Als er vor einigen Monaten lebende Katzen aus dem Antwerpener Rathaus warf, erregte er scharfe Kritik der Tierschützer. In Eupen setzt er lebende Vogelspinnen und Rasierklingen in seine Installation. Das erklärt, warum an diesem 25. November Michel Vandenbosch, der Präsident des Tierschutzvereins Gaia, als Überraschungsgast in Eupen erscheint.

Els Herrebout