1973: Die Deutschsprachigen erhalten einen eigenen „Rat“

Das Jahr gilt als historisch. Beim Festakt ist von einem "glücklichen Tag" zu hören.

Eidesleistung von Johann Weynand anlässlich der Einsetzung des Rates der deutschen Kulturgemeinschaft am 23. Oktober 1973 (aus: Lejeune/ Brüll, Grenzerfahrungen, Bd. 5.)

Der erste Ratsvorsitzende Johann Weynand (CSP) bei der Eidesleistung (Bild: SAE)

Eine Wahl der ersten parlamentarischen Versammlung der Deutschsprachigen durch die Bevölkerung findet nicht statt. Die Ratsmitglieder werden in einem vorläufigen Verfahren durch die Parteien im Proporz der Ergebnisse bei den Kammer,-Senats,- und Provinzialwahlen von 1971 benannt.

Die ersten Direktwahlen werden nächstes Jahr stattfinden. Der Volksmund nennt den Rat der deutschen Kulturgemeinschaft RdK den „Kulturrat“, wenngleich er auch für Bereiche des Sports zuständig ist. Die Befugnisse sind noch begrenzt.

Großbritannien und Irland treten der Europäischen Gemeinschaft bei und die Veröffentlichung von Alexander Solschenizkys Werk „Archipel Gulag“ ist ein Ereignis im Kalten Krieg.

Werner Mießen

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