Die Terrakotta-Armee: Neue Ausstellung im Bahnhof Guillemins in Lüttich

Sie gilt als das achte Weltwunder und ist die größte, archäologische Entdeckung des 20. Jahrhunderts: Die Terrakotta-Armee des ersten chinesischen Kaisers. Eine Ausstellung über die Terrakotta-Armee und ihren Erbauer, Qin Shi Huang Di, öffnet Ende Dezember im Bahnhof Guillemins in Lüttich.

Mit gerade mal 13 Jahren wurde Qin Shi Huang Di Nachfolger seines Vaters, des Königs von Qin. Schon damals ist Qin eines der reichsten und das größte der chinesischen Reiche. Unter Qin Shi Huang Di wird es sich über ganz China ausbreiten und das Reich der Mitte wird zum ersten Mal geeint.

Gleich nach seinem Herrschaftsantritt beginnt Qin Shi Huang Di mit dem Bau seiner gigantischen Grabanlage. Der Kaiser hat Angst vor dem Tod und möchte im Jenseits alles besitzen, was er auch in seinem irdischen Leben zur Verfügung hatte. Das 56 Quadratkilometer große Areal umfasst einen monumentalen Grabhügel, zahlreiche unter- und oberirdische Gebäude, darunter ein Palast mit Hofstaat und Wirtschaftsgebäuden, sowie ein Jagdrevier und wird von 8.000 voll ausgerüsteten Kriegern bewacht: die Terracotta-Armee.

1974 wurde sie per Zufall von chinesischen Bauern bei der Bohrung eines Brunnens entdeckt und fasziniert seitdem Wissenschaftler und Touristen. Dank den Funden in den Grabstätten und zahlreichen Aufzeichnungen hat man heute eine recht genaue Vorstellung davon, wie das kaiserliche Leben in China vor rund 2.000 Jahren aussah. Dabei wird auch deutlich, dass die Herrschaft Qin Shi Huang Di’s für seine Untertanen nicht sehr angenehm war. Um die Kontrolle über sein gigantisches Reich zu behalten, regelte der Kaiser jeden Aspekt des täglichen Lebens seiner Untertanen.

Mehr über die Lebenswelt des ersten chinesischen Kaisers und über seine Terracotta-Armee gibt es ab dem 23. Dezember im Bahnhof von Guillemins in Lüttich zu sehen. Die Ausstellung, die von der Event-Gesellschaft „Europa 50“, die zuletzt im TGV-Bahnhof von Lüttich die große Dali-Ausstellung angeboten hat, und dem deutschen Partner „All in One“ ausgerichtet wird, ist dort bis zum 23. April zu sehen. Gezeigt werden 250 Exponate, darunter 150 originalgetreue Repliken von Infanteristen, Bogenschützen, Offizieren sowie Pferden und Wagen in Lebensgröße. Die Ausstellung war bereits an mehr als 20 Orten zu sehen, darunter in Wien, Prag, Düsseldorf, Berlin und München.

Weitere Informationen zur Ausstellung im Lütticher Bahnhof gibt es im Netz unter Terracotta-liege.be.

 

ake/fs/mg - Bilder: Europa 50

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3 Kommentare
  1. wolfgang sinken

    Frage !
    darf in der Ausstellung fotografiert werden?

  2. Webredaktion

    Hallo Herr Sinken! Auf der Webseite der Kuratoren steht kein Hinweis, dass das Fotografieren untersagt wäre.
    Mit freundlichem Gruß, die BRF-Internetredaktion

  3. wolfgang sinken

    danke für die Auskunft.

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