China setzt seine umstrittenen Küstenwachen-Patrouillen in den Gewässern östlich von Taiwan fort.
Eine Einsatzgruppe löste Samstag die bisherige Formation ab, die seit Juni in dem Seegebiet patrouilliert hatte, wie der Staatssender CCTV unter Berufung auf einen Sprecher der Küstenwache berichtete. Die Patrouillen würden fortgesetzt und verstärkt, hieß es. Sie dienten demnach unter anderem dem Schutz der Fischerei und der Ordnung der Schifffahrt.
Beobachter vermuten hinter Pekings Manöver den Versuch, die Gewässer rechtlich zu beanspruchen und zu verwalten. Taiwans Küstenwache hatte das Vorgehen nach eigenen Angaben beobachtet und sprach davon, dass China vorbeifahrende Handelsschiffe kontaktiert habe.
Mehrere westliche Staaten, darunter Frankreich, Deutschland und Großbritannien, hatten vor einigen Tagen Sorge über die Aktivitäten geäußert.
Peking zählt Taiwan zum Staatsgebiet Chinas. Seit Jahren erhöht die Volksrepublik mit Militärübungen den Druck auf den unabhängig regierten Inselstaat.
dpa/rop