Die EU-Staaten haben schärfere Regeln für Stahlimporte beschlossen. Damit soll der europäische Markt vor globaler Überproduktion und billiger Konkurrenz insbesondere aus China, Indien und der Türkei geschützt werden.
Stahl sei für die industrielle Basis Europas, seinen ökologischen Wandel und seine Sicherheit unverzichtbar, teilte Zyperns Industrieminister Damianos mit. Zypern hat derzeit den Vorsitz des Rats der EU-Staaten inne.
Nach den neuen Regeln, die am 1. Juli in Kraft treten, wird die zollfreie Einfuhrmenge auf 18,3 Millionen Tonnen pro Jahr begrenzt. Das sind etwa 47 Prozent weniger als bisher. Mengen, die diese Grenze überschreiten, sollen mit einem Strafzoll von 50 Prozent belegt werden. Das ist doppelt so viel wie zurzeit.
Die EU ist der drittgrößte Stahlproduzent der Welt. Rund 300.000 Menschen sind direkt in diesem Industriebereich beschäftigt.
dpa/mh