Die EU-Kommission verhängt gegen den chinesischen Online-Händler Temu eine Geldstrafe von 200 Millionen Euro. Die Kommission wirft Temu vor, zu wenig gegen den Verkauf von illegalen Produkte zu unternehmen.
Die Untersuchungen dazu laufen schon seit 2024. Viele Produkte von Temu entsprächen nicht den EU-Standards. So enthielten beispielsweise Babyspielzeuge zu viele chemische Stoffe. Und auch verschiedene Handy-Ladegeräte seien unsicher im Gebrauch.
Das chinesische Unternehmen hat nun noch bis Ende August Zeit, einen Aktionsplan vorzulegen. Andernfalls drohen weitere Millionenstrafen.
Auch die chinesischen Mitbewerber Aliexpress und Shein stehen im Fokus der EU-Kommission. Europas Zoll ist mit einer wachsenden Paketflut aus dem Ausland konfrontiert, insbesondere aus China. 2024 kamen laut EU-Kommission täglich rund zwölf Millionen Pakete in der EU an.
vrt/dpa/okr