Selenskyj sieht Ukraine als Teil des europäischen Werteraums

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat bekräftigt, dass die Ukraine seiner Meinung nach schon zu Europa gehört.

Der ukrainische Präsident Selenskyj (Archivbild: Behrouz Mehri/Pool/AFP)

Der ukrainische Präsident Selenskyj (Archivbild: Behrouz Mehri/Pool/AFP)

In seiner Videoansprache in der Nacht zu Dienstag sagte Selenskyj, sein Land beweise jeden Tag, dass es schon Teil eines vereinten europäischen Werteraums sei. Russland sei sehr nervös wegen der Bestrebungen der Ukraine, der EU beizutreten. In dieser Woche steht die Entscheidung an, ob die Ukraine den Status als EU-Beitrittskandidat bekommt.

Selenskyj sagte weiter, gegen den Beschuss und „brutale“ Angriffe im Osten und Süden der Ukraine könne man nur auf dem Schlachtfeld vorgehen.

dpa/est

17 Kommentare
  1. Marcel Scholzen eimerscheid

    „Wert“ hat was mit Geld zu tun.Und weil schon viel Geld und Gut in die Ukraine geflossen ist, ist die Bezeichnung „Teil des europäischen Werteraums“ durchaus zutreffend. Hoffentlich wird die Ukraine nicht zum Fass ohne Boden.

  2. Alexander Hezel

    Sicher doch, Herr Scholzen, der Ukraine geht es nur um Zaster und Zeugs…
    Gibt es auf der Welt eigentlich überhaupt irgend jemand, der Ihre Gunst hat, außer Sie selbst? Können Sie denn gar nichts Anderes, als gegen alles und jeden zu sein und im Rundumschlag pauschal alle als wahlweise korrupt, verlogen oder Profiteur zu verunglimpfen?
    Ließe sich der „Wert“ Ihrer Dauerkommentare beziffern, müssten man mit negativen Zahlen arbeiten.
    Den Ukrainern ist hingegen auf sehr schmerzliche Weise noch bewusst, welchen Wert Freiheit, Demokratie, Meinungsvielfalt, Rechtsstaatlichkeit, Pluralismus, Frieden, Selbstbestimmung, freie Hinterfragung und Erforschung und vieles mehr (= europäische Wertegemeinschaft) haben.
    Deshalb, und nicht für Geld und Güter kämpfen sie in diesem Krieg für’s Überleben und verteidigen die Wertegemeinschaft, die wie Sie viele hierzulande nicht mehr zu schätzen wissen, weil ihnen gar nicht bewusst ist, was sie alles verlieren würden, wenn hier ein Krieg wüten würde und es plötzlich russische oder chinesische Verhältnisse gäbe.

  3. Peter Schallenberg

    Herr Selenskyj hat in einem Recht: die Ukraine gehört als nicht- demokratischer Staat durchaus ins Wertesystem der so genannten „EU“.
    Mitleidsbonus und Schönrednerei machen die Sache auch nicht besser: den einen gehts es geht alleine ums blanke Überleben und um viel Geld, den anderen um billige Arbeitskräfte und neue Absatzmärkte für den „EU“- Kapitalismus.

  4. Norbert Schleck

    Der letzte Satz des Herrn Schallenberg wäre doch etwas erklärungsbedürftig:
    „Den einen“ (den Ukrainern?) geht es „alleine“ ums „blanke Überleben“ und gleichzeitig (!?) um „viel Geld“?
    Also, wer gegen das Ertrinken ankämpft, will gleichzeitig den großen Reibach machen?

    „Den anderen“ (wohl der EU) „um billige Arbeitskräfte und neue Absatzmärkte für den „EU“- Kapitalismus“.
    Also, die „sogenannte“ EU führt Krieg, zerstört ein Land, nur um „billige Arbeitskräfte“ (sprich Flüchtlinge, vor allem Frauen, Kinder und Alte) zu importieren?
    „Neue Absatzmärkte“? Welche denn?

    „EU-Kapitalismus“? Was ist das genau?
    Ich denke, die Georgier, die jetzt zu Zehntausenden (wohl vom US-Geheimdienst oder EU-Agenten gesteuert?) für eine Annäherung an die „sogenannte“ EU und ihr Wertesystem demonstriert haben, würden diesen „EU-Kapitalismus“ einem „Putin-Totalitarismus+Oligarchen-Plutokratie“ vorziehen.

    Hätten wir hier das Putinsche Wertesystem, würde Herr Schallenberg für mehrere Jahre in Sibirien Urlaub machen können…

  5. Pascal Schmetz

    Vielleicht sollten sich hier einige Sofa Kommentatoren mal an die eigene Nase fassen und nachdenken woüber Sie hier schreiben.. Die Ukraine kämpft um Ihre daseinsberechtigung, um Ihr überleben. Tut euch einfach mal einen gefallen und schaut über den Tellerrand . Schaut euch Bilder aus Sverodonesk o.ä an oder einfach mal von Ukrainischen Privatpersonen
    zbsp auf Flickr. Anfang Februar noch normale Fototografien als Privatperson und ab 24.02 Schlagartig Kriegsreporter im zerbombten Nachbardorf. Da wird s einem schlecht, wie hier herumlamentiert wird. Stellt euch vor der Russe steht in Aachen (oder Lüttich) und zerbombt dort alles was bei 3 nicht auf dem Baum ist. Würdet Ihr dann weiter so rumlamentieren? ich fass es nicht !!

  6. Dieter Leonard

    „„Wert“ hat etwas mit Geld zu tun.“

    Es gibt Menschen, deren individuelle Wertevorstellungen, tatsächlich nur mit Geld zu tun haben.
    Die Ukrainer kämpfen für ihr Land, ihr Leben und ihre Freiheit.
    Dass Herr Scholzen „Werte“ mit Geld assoziiert, verdeutlicht, wie wenig er von dem Krieg in der Ukraine versteht und worum es ihm in Wirklichkeit geht. Es fängt mit Klug an und endet mit ei.

  7. Guido Scholzen

    in der (armen) Eifel sagte man früher „Heimat ist da, wo man satt wird.“

  8. Marcel Scholzen eimerscheid

    Wow gleich vier, die auf mich eindreschen. Viel Feind, viel Ehr.

    Auch Selenskyj handelt nach dem Prinzip : „dessen Brot ich ess, dessen Lied ich spiel.“

  9. Norbert Schleck

    Wem da wohl „die Argumente ausgehen“, wenn er mit solchen Sprüchen kommen muss…

  10. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Schleck.

    Wissen Sie überhaupt, was ich damit sagen will ? Und zwar, dass Selenskyj sich an die Regeln der EU halten muss, um Hilfe zu erhalten. Es ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Der Westen hilft der Ukraine und hofft im Gegenzug einen wirtschaftlichen und politischen Konkurrenten zu schwächen. Das Gerede von Demokratie, Rechtsstaat, Freiheit sollte man nicht zu ernst nehmen. Denn die Ukraine ist diesbezüglich noch nicht auf westeuropäischen Niveau.

  11. Norbert Schleck

    Das mit den Argumenten bezog sich auf das dümmliche „Feind/Ehr“.
    Aber das versteht der Herr Scholzen nicht, vermeidet er es doch tunlichst, auf bohrende Fragen einzugehen, sondern sattelt immer schnell ein neues Pferd.
    Auch seine Kommentare „sollte man nicht zu ernst nehmen“.

    Er hat nicht verstanden, dass die EU sich nicht nur auf den wirtschaftlichen Aspekt beschränkt.
    Gerade erst erneut bewiesen durch ein Urteil des EuGH, der Belgien wegen seines exzessiven Sammelns von Daten im internationalen Reiseverkehr verurteilt hat.
    Ist aber nur belangloses Brimborium…

    „Denn die Ukraine ist diesbezüglich noch nicht auf westeuropäischen Niveau.“
    Das hat auch niemand behauptet. Wenn sie es wäre, brauchte sie nicht sozusagen als Kandidatin vor der Tür zu bleiben, um sich an dieses Niveau heranzuarbeiten, was unter Umständen lange dauern kann und auch am Ende nicht gesichert ist (siehe Türkei). Und das betrifft nicht nur die Wirtschaft.

    Übrigens, auch dem Herrn Schallenberg scheinen die Argumente ausgegangen zu sein.

  12. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Schleck.

    Bitte googlen um „Feind/Ehr“ erklärt zu bekommen.

    Was hat EuGH Urteil mit der Ukraine zu tun ? Da haben Sie auch ein neues Pferd gesattelt.

    Die EU ist in erster Linie eine Wirtschaftsorganisation.Das soziale und menschliche kommt danach.Menschen sind für die EU nur Schachfiguren, derer man sich nach Belieben bedient.Das sieht man am unterschiedlichem Umgang mit Flüchtlingen, Ukrainer werden Problemlos aufgenommen (=Mittel im Kampf gegen die Russen) und Afrikaner werden wie der letzte Dreck behandelt.Die lässt man elendig krepieren in Libyen in Lagern, teilfinanziert mit EU Geld. Oder der EU Kommissar Várhelyi hat wochenlang Hilfsgelder für ein palästinensisches Krankenhaus in Ostjerusalem blockiert wegen angeblich antisemitischer Schulbücher. (Tagesschau.de 21.05.22).Auf dem Rücken der Schwächsten wurde Druck ausgeübt. Keine Ahnung wie viele gestorben sind wegen der fehlenden Behandlung.

  13. Guido Scholzen

    Wie wäre es mit einem EU-Volksentscheid in Bezug zur Aufnahme der Ukraine in die Europäische Union?

  14. Norbert Schleck

    Mit Google: „Viel Feind, viel Ehr“ – Mussolini lässt grüßen (Tagesspiegel). Ist es das?

    „Die EU ist in erster Linie eine Wirtschaftsorganisation.“
    Falsch, das war sie zu Beginn („EWG“).. Inzwischen hat sie sich stetig weiterentwickelt, für manche zu schnell, für andere nicht schnell genug zu einer „Europäischen Union“.
    Zur Lektüre empfohlen: „Europäische Union“ (Wikipedia), ein sehr ausführlicher Artikel.

    Zum EuGH: Wieder versteht Herr Scholzen nicht, warum es geht.
    Der Gerichtshof der EU ist beileibe nicht nur für Wirtschaftsstreitfragen zuständig, sondern wacht wie im besagten Urteil über die Einhaltung der Menschen und Bürgerrechte.
    Einfach googeln: „Grundrechte (EU)“ auf Wikipedia
    Mit dem zitierte Urteil sollte das verdeutlicht werden, was aber anscheinend vergeblich war.

    Der Rest ist wie wieder nur eine neue Nebelkerze. Keiner behauptet, dass die Politik der EU über jede Kritik erhaben ist. Im Übrigen wird sie immer noch in vielen Bereichen von den einzelnen Mitgliedstaaten bestimmt, besonders in der Asyl- und Flüchtlingspolitik.

  15. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Schleck.

    „Nebelkerzen“ sind ein Allrounder, wenn man nichts sagen kann oder will.

  16. Norbert Schleck

    Eben! Damit schließt der Herr Scholzen die Diskussion ja in gewohnter Weise ab:
    Ohne weitere Argumente…

  17. Marcel Scholzen eimerscheid

    Herr Schleck.

    Es muss ja nicht immer so politisch korrekt verlaufen, wie Sie sich das vorstellen.