Biden empfängt Merkel im Weißen Haus – China bei G7 ein Thema

US-Präsident Joe Biden empfängt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel am 15. Juli zu einem Besuch im Weißen Haus in Washington.

Blick auf das Weiße Haus, den Amtssitz des US-Präsidenten (Archivbild: Alex Edelman/AFP)

Blick auf das Weiße Haus, den Amtssitz des US-Präsidenten (Archivbild: Alex Edelman/AFP)

Das gaben Vertreter von US-Regierung und der deutschen Bundesregierung am Freitag bekannt.

Merkel und Biden nehmen am Freitag an einem Gipfel der sieben größten Industrienationen im englischen Cornwall teil. Die G7 wollen beschließen, ärmeren Ländern mehr als eine Milliarde Coronavirus-Impfdosen zur Verfügung zu stellen.

Aber auch China steht auf der Tagesordnung. Das Land steht in der Kritik für Menschenrechtsverletzungen gegenüber den Uiguren, der muslimischen Minderheit im Westen Chinas.
Laut einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International gibt es neue Beweise, wie Uiguren in Straflagern massiv gefoltert und umerzogen werden. Der Bericht basiert auf mehr als 50 Zeugenaussagen.

Amnesty International hat die Vereinten Nationen aufgefordert, eine Untersuchung zu starten. Das sei nur die Spitze des Eisberges, so Amnesty.

China dementiert die Anschuldigungen. Da die Kommunistische Partei neue Sanktionen des Westens befürchtet, hat sie ein neues Gesetz erlassen, dass es China erlaubt auf mögliche Sanktionen mit gleicher Härte zu reagieren.

Impfstoffe für Entwicklungsländer – Biden und Michel zufrieden

US-Präsident Joe Biden hat die Pläne der G7-Gruppe zur Spende von einer Milliarde Corona-Impfdosen für ärmere Länder als historisch begrüßt. Diese Verpflichtung bilde die Grundlage zur Beendigung der Pandemie im nächsten Jahr, teilte das Weiße Haus mit.

Die britische Regierung als Gipfel-Gastgeber hatte davor mitgeteilt, dass die G7 ärmeren Staaten helfen wolle, sowohl durch Verteilung als auch durch Finanzierung von Impfstoffen. Die USA – die eine Spende von einer halben Milliarde Impfdosen angekündigt haben – würden die G7-Staaten in einer globalen Impfkampagne anführen.

Auch EU-Ratspräsident Charles Michel ist zufrieden. Die USA und Großbritannien hätten sich lange geweigert, Impfstoff zu exportieren, um ihre eigenen Impfkampagnen nicht in Gefahr zu bringen. Im Gegensatz zu der EU, die schon 350 Millionen Dosen exportiert hat. Michel plädierte auch für mehr internationale Zusammenarbeit, um die Impfstoffherstellung in Entwicklungsländern zu ermöglichen.

dpa/vrt/vk

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