Brexit-Handelspakt: Von der Leyen und Johnson pessimistisch

Vor Ablauf der wohl letzten Frist für einen Brexit-Handelsvertrag an diesem Sonntag rechnen die EU und Großbritannien kaum noch mit einem Durchbruch.

Europäische und britische Flagge in London (Bild: Tolga Akmen/AFP)

Illustrationsbild: Tolga Akmen/AFP

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hält es inzwischen für wahrscheinlicher, dass es keinen Handelspakt gibt.

Noch pessimistischer sind die Töne in Großbritannien. Premier Boris Johnson warnte am Freitag nach einer Kabinettssitzung in London davor, dass ein Scheitern sehr, sehr wahrscheinlich sei. Es gebe eine hohe Wahrscheinlichkeit für eine Lösung, die der australischen Beziehung mit der EU entspreche. Das bedeute Handel ohne Abkommen mit Zöllen nach Regeln der Welthandelsorganisation.

Von der Leyen und Johnson hatten sich am Mittwochabend zu einem Krisengespräch getroffen. Anschließend hieß es, bis Sonntagabend werde die Entscheidung über Deal oder No Deal fallen. Die EU bereitet aber schon Notmaßnahmen für einen No-Deal-Brexit vor.

dpa/est/vk