Sondertreffen der Nato nach Eskalation in Syrien

Der Konflikt zwischen der Türkei und Syrien eskaliert. Bei einem Luftangriff auf die türkische Armee in der nordsyrischen Provinz Idlib kamen nach türkischen Angaben mindestens 33 Soldaten ums Leben.

Von der Türkei unterstützte syrische Kämpfer in Saraqib in der Provinz Idlib (Bild: Bakr Alkasem/AFP)

Von der Türkei unterstützte syrische Kämpfer in Saraqib in der Provinz Idlib (Bild: Bakr Alkasem/AFP)

Als Vergeltung griff die Türkei in der Nacht Stellungen der syrischen Regierungstruppen an. Ein Sprecher der Regierungspartei AKP drohte, syrischen Flüchtlingen im Land die Grenzen in Richtung Europa zu öffnen.

Am Freitag kommt der Nordatlantikrat der Nato zu einem Sondertreffen zusammen. Die Türkei habe um dieses Treffen unter Artikel 4 der Nato-Verträge gebeten. Artikel 4 besagt, dass jeder Alliierte jederzeit um Beratungen bitten kann, wenn seiner Meinung nach „die Unversehrtheit des Gebiets, die politische Unabhängigkeit oder die Sicherheit einer der Parteien bedroht ist“.

Der Nordatlantikrat ist das wichtigste Entscheidungsgremium der Nato. Es ist das sechste Mal seit der Nato-Gründung 1949, dass Artikel 4 ausgelöst wird – meistens von der Türkei.

dpa/cd

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3 Kommentare
  1. Jürgen Margraff

    Es ist Fakt das die NATO ein Verteidigungsbündniss ist, die Türken sind in Syrien einmarschiert also SIND sie nicht auf ihrem Staatsgebiet welches das Bündniss verteidigen müsste. Sie sind der Angreifer in dem Konflikt und nicht ein einziges Land das zur NATO gehört ist demzufolge verpflichtet den Türken Beistand zu leisten… Nebenbei Erdogan verdient den Beistand auch nicht!

  2. Marcel Scholzen eimerscheid

    Werter Herr Margraff.Bis zum Ende des Kalten Krieges war die NATO tatsächlich ein Defensivbündnis. Danach ist die NATO expandiert in Richtung Osteuropa.Eigentlich der Bruch einer mündlichen Zusage an die damalige UdSSR. (Quelle Wikipedia). Und 1999 griff die NATO Serbien an ohne UN Mandat.Eine Verletzung des Völkerrechts.Und der Afghanistan Einsatz nach „9/11“ ist offiziell ein „Bündnisfall“ gemäß den NATO Statuten.Das alles ist schon längst keine Landesverteidigung mehr sondern eine neue Kolonialpolitik.Und in diesem Zusammenhang muss man auch die Umstellung auf Berufsarmeen in den meisten NATO-Staaten sehen.Denn mit Berufssoldaten kann man einfacher im Ausland operieren als mit Wehrpflichtigen.Schon der Vietnamkrieg hat dies gezeigt.

    Erdogan will finanzielle Unterstützung. Militärisch braucht er keine Hilfe. Denn die türkische Armee ist die zweitgrößte NATO Armee nach der US Armee.Die kleinen Berufsarmeen Westeuropas könnten nur symbolische Unterstützung leisten.Die haben zu wenig Soldaten, um wirksam zu helfen.

  3. Margraff Jürgen

    Da redet der Experte, weil die Türken sooo stark sind rufen sie jetzt nach einem Luftschutzschirm über der Region Idlib, den kann aber nur PATRIOT Raketen liefern wovon die Türkei keine hat… Die haben russische S400 Raketen vorgezogen, nur gegen russische Flugzeuge werden die nicht wirken, die Russen kennen deren elektronische Beschaffenheit & können die mühelos unwirksam machen… Aber die NATO wird den Türken eben wegen des S400 Deals ’ne lange Nase drehen, und erstmal KEINE Patriots in die Region entsenden… Und die Intervention im ehemaligen Jugoslawien war effektiv nicht UN sanktioniert weil die Russen wie üblich ihr Veto einlegten, vom humanitären Standpunkt aus betrachtet war das Eingreifen überfällig, die Türken mögen zwar die zwotstärkste Armee der NATO haben, aber bei denen besteht der Militärdienst noch…

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