Ärger um Durchfahrtverbote für österreichische Dörfer

Nach deutschem Protest gegen die Sperrung von Nebenstraßen für Durchreisende in Österreich will die EU-Kommission schlichten.

Weerberg in Österreich (Bild: Pixabay)

Illustrationsbild: Pixabay

Die zuständige Kommissarin Violeta Bulc lud die Verkehrsminister beider Länder sowie Italiens zu einem Krisengespräch nach Brüssel.

Österreich hatte Nebenstraßen in Tirol für den Durchgangsverkehr gesperrt, um kleine Ortschaften in der Urlaubszeit vor Kolonnen von Autofahrern zu bewahren, die die Maut oder Staus auf Autobahnen umgehen wollen.

Der deutsche Verkehrsminister Andreas Scheuer hatte deshalb mit einer Klage gedroht. Dennoch kündigte die Landesregierung in Tirol neue Fahrverbote an.

dpa/sh

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7 Kommentare
  1. Manfred Klems

    Liebe deutsche Urlauber. Es kann doch nicht angehen, das Österreich für uns Urlauber, Durchfahrt Verbote erlässt. Was sagt die EU dazu? Wir sagen ja nichts dazu, sondern der Deutsche lässt sich alles bieten.
    An den „Grenzübergängen“ nach Deutschland den lieben Österreichischen Autofahrern bei Strafe verbieten, die Autobahn bis zum erreichen des Zielortes zu verlassen.
    Außerdem keine Urlaub mehr in Österreich buchen, bis diese Diskriminierung beendet ist.
    Außerdem sofortige Mauterhebung für Ausländer für den Transit durch Deutschland.

    Manfred Klems, Duisburg

  2. Anja Wotschke

    Werter Herr Klems, also wenn Sie dort wohnen täten, wäre es Ihnen recht wenn unzählige Autos und LKWs tagtäglich bei Ihnen vorbei fahren und auch nicht viel schneller wie auf der Autobahn im Stau? Sie würden dann auch billigend den Lärm und Gestank der Abgase in kauf nehmen? Und noch einmal, die Österreicher bezahlen auch im vollen Umfang die Maut für ihre Autobahnen + DIE VOLLE AUTOSTEUER, MINERALÖLSTEUER ohne voller Entlastung der AUTOSTEUER wegen der bezahlten Mautgebühr – stecken Sie sich bitte Ihre Ausländermaut in die Kl…. schüssel und ziehen x kräftig ab. Wünsche noch einen schönen Tag.

  3. Jean-Pierre DRESCHER

    So viel zu der Parole des neuen wievielten europäischen Großreichs seit 30 Jahren „Wir sind einig Europa, die göttliche EU die Europa vor den böhsen Sowjets befreit hat, das Friedensprojekt schlechthin“

  4. Manfred Klems

    Sehr geehrte Frau Wotschke.

    Bitte lesen Sie sich doch mal die paar Sätze durch und kontern dann bitte nochmal.
    Ich fahre seit 37 Jahren nach Österreich und sogar meine Kinder sind in ihrem wunderschönen Land gezeugt worden. In dieser Zeit habe ich ca. 100000.-Euro ( DM umgerechnet) in Austria gelassen. Jetzt auf einmal -ich gehe mal davon aus, das die schulschwänzenden Kinder der Gruppe „Friday for future“ eine Initialzündung ausgelöst haben. Plötzlich nach X Jahren werdet ihr wach und wollt die Urlauber nicht mehr durch eure Städte fahren lassen.
    Wenn ihr keine Urlauber mehr wollt, dann sagt es doch öffentlich und nicht auf eine so linke Tour wie ihr sie jetzt betreibt. Der Tourismus hat doch mit dazu beigetragen, zu dem was Austria jetzt ist: Ein wunderschönes Urlaubsland. Macht diesen Endruck nicht durch so unsinnige Aktion zunichte.

    Tourismusmsatz 2017: rund 23,19 Milliarden Euro!! 🤫🤫🤫

  5. René Druschke

    Hallo Herr Klems,

    ich glaube Sie befinden sich auf der falschen Nachrichtenseite. Dies ist die Nachrichtenseite des belgischen Rundfunks und hier sind auch keine deutschen Urlauber die nach Österreich reisen.

    Viele Grüße

  6. Maria van Straelen

    Herr Klems, es geht doch nicht um Östereich-Touristen, sondern um Durchreisende nach Italien durch den Brenner, sie brettern durchs Land, um möglichst schnell weiterzukommen – auch zigtausende LKW-Transporter. Das hat nichts mit der EU oder dem Staat zu tun, sondern mit dem Respekt vor Menschen, die in engen Tälern diese Überlast nicht ertragen wollen und können. Keiner wird “plötzlich” wach, es nimmt ÜBERALL derart zu, dass man im Tourismus erstickt, Einheimische, wie Besucher. Da tut auch nichts zur Sache, wo Sie Ihre Kinder gezeugt haben, da haben Sie sicherlich nicht auf die schöne Landschaft geschaut. Und noch was: KEIN Land ist primär URLAUBSland, sondern ein Ort, wo EINHEIMISCHE sich wohl fühlen sollten. Es geht nicht um Geld, es ist keine Fabrik.

  7. Yves Tychon

    @ Manfred Klems: Zunächst schicke ich voraus, dass ich nicht Österreicher bin (bevor Sie auch mir nationale Beweggründe unterstellen).
    Ihre Äußerungen finde ich ziemlich kurios: Erwarten Sie in allen Ländern, die Sie bereisen, eine grenzenlose Dankbarkeit? Ich erinnere mich an einen spanischen Hotelier, der in einem TV-Interview sagte: « Ich habe mir einen Mercedes gekauft, dennoch erwarte ich nicht, dass mir die Menschen in Stuttgart vor lauter Dankbarkeit zu Füßen liegen. » Aber Sie sind sicher auch der Ansicht, dass beim Eurovision Song Contest die Ötzis den Deutschen die maximale Punktezahl geben sollen, da sie sonst die Alpenrepublik mit einem Boykott belegen.

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