EU-Parlament bläst zum Kampf gegen Impfskepsis

Angesichts wachsender Impfskepsis und Ausbrüchen von Masern in mehreren EU-Ländern schlägt das Europaparlament Alarm.

Illustrationsbild: Lukas Schulze/AFP

Das Vertrauen der Menschen in Impfstoffe müsse gefördert werden, heißt es in einem Beschluss, den die Abgeordneten verabschiedeten. Die EU-Kommission will bis Mitte des Jahres eine Impfinitiative vorlegen.

Im Zeitraum 2008 bis 2015 gab es demnach in Europa 215.000 Krankheitsfälle, die durch eine Impfung verhindert worden wären. Die Grippe ist darin nicht mitgezählt. Weltweit verhindern Impfungen nach EU-Angaben jährlich rund 2,5 Millionen Todesfälle.

An Masern starben seit Anfang 2016 in der EU mindestens 57 Menschen. Die Zahl der Maserninfektionen in Europa habe sich im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr verdreifacht: auf 15.000 Fälle. Europaabgeordnete sprachen von einer Tragödie.

dpa/dop

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4 Kommentare
  1. Freddy Langer

    Man kann auch sagen, die Pharma Mafia benutzt die EU um ihren Gewinn zu steigern.

  2. Yves Tychon

    Herr Langer, genau so gut könnte man behaupten, die Lobby der Bestattungsunternehmer stehe hinter der Impfverdrossenheit !

  3. Peter Schallenberg

    Meine Herren Langer und Tychon:
    beides stimmt! Die als „EU“ titulierte Kapitalinteressenvertretung genauso wie das Recht jedes Untertanen auf seine eigene Erkrankung und ggf. seinen eigenen Tod.

    Darüber hinaus wäre es auch einmal ganz hilfreich, das „warum“ einer Impfskepsis zu erkunden; ach nein, das geht ja weit über die Motivation dieses EU- Zirkusclubs hinaus.

  4. Yves Tychon

    Sehr geehrter Herr Schallenberg,

    Sie verkennen die Lage: Es geht nicht um das Recht auf den EIGENEN Tod, sondern darum, dass unterhalb einer bestimmten Durchimpfungsrate (das heißt wirklich so) die Gefahr von Epidemien stark ansteigt. Masern als Kinderkrankheit mag man noch mit dem inneren Schweinehund abklären, aber spätestens wenn Kinderlähmung in Kauf genommen wird, ist m.E. definitiv Schluss mit lustig!

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