Putin und Erdogan rufen zu Deeskalation in Syrien auf

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan haben zu einer Deeskalation in Syrien aufgerufen. Putin und Erdogan betonten in einem Telefonat die Notwenigkeit eines friedlichen politischen Prozesses in dem Bürgerkriegsland.

Das teilte der Kreml in Moskau mit. Putin wird am kommenden Montag in der Türkei erwartet. Bei dem Treffen in Istanbul soll es unter anderem um die geplante Gaspipeline Turkish Stream durch das Schwarze Meer gehen.

Nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei im November 2015 im Grenzgebiet zu Syrien hatte Moskau die Beziehungen zu Ankara für Monate auf Eis gelegt. Erst im Juni näherten sich beide Seiten wieder an, im August folgte ein Treffen Putins und Erdogans in St. Petersburg.

Ayrault in Moskau erwartet

Der französische Außenminister Jean-Marc Ayrault wird am Donnerstag zu Gesprächen über den syrischen Bürgerkrieg in Moskau erwartet. Geplant ist nach Angaben des russischen Außenministeriums ein Treffen mit seinem Amtskollegen Sergej Lawrow.

Bei den Verhandlungen soll es um Frankreichs Plan für eine Beruhigung der Lage in Syrien gehen. Grundlage dafür ist der Entwurf für eine UN-Resolution.

Russland hatte den Entwurf für eine Feuerpause in der syrischen Großstadt Aleppo zu Wochenbeginn abgelehnt und angekündigt, einen eigenen Vorschlag im Weltsicherheitsrat einzubringen.

dpa/est