Eupen schafft Sperrstunde ab

Einstimmig hat der Eupener Stadtrat am Montag die Abschaffung der Sperrstunde verabschiedet. Sie sei "nicht mehr zeitgemäß". Die Abschaffung steigere "die Attraktivität der Stadt für junge Menschen", waren sich die Fraktionen einig. Für die Nachtruhe der Anwohner im Stadtzentrum soll trotzdem gesorgt sein.

Trakasspa New Years Event im Alten Schlachthof Eupen

Für Veranstalter, Konzert- und Partygäste war sie schon lange ein überfälliges Übel: die Sperrstunde, nach der in Eupen alle Veranstaltungen nach zwei Uhr beendet werden müssten. Viele Lokale in der Innenstadt ignorierten sie sowieso. Jetzt hat der Stadtrat sie definitiv abgeschafft, unter der Federführung des Jugendbeauftragten Tom Rosenstein und nach offenem Dialog mit den Bürgern.

Die Vorteile: Ohne Sperrstunde können Veranstaltungen Stück für Stück abgebaut werden. Das verhindert, dass große Menschentrauben durch die Stadt laufen und ihrem Ärger Luft machen. Für die Veranstalter, die immer mehr Unkosten decken müssen, werden die Veranstaltungen rentabler und durch die Abschaffung der Sperrstunde werden alle Veranstaltungen gefördert, auch Jugendkulturen, bei denen Partys erst spät anfangen und bis tief in die Nacht gehen.

Partys bis 6:00 Uhr morgens in der Innenstadt muss trotzdem niemand befürchten. Die Polizei wird die Gesetze gegen öffentliche Ruhestörung auch weiterhin anwenden.

Anne Kelleter - Illustrationsbild: BRF

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