Pulitzer-Preise für „Panama Papers“ und Trump-Berichterstattung

Die Enthüllung der "Panama Papers" und die Berichterstattung mehrerer Medien zu US-Präsident Donald Trump sind mit Pulitzer-Preisen ausgezeichnet worden.

Panama City (Bild vom 4.4.)

Panama City (Bild vom 4.4.)

Für die „Panama Papers“ bekam das in Washington ansässige Internationale Netzwerk Investigativer Journalisten (ICIJ), der in Kalifornien sitzende Medienkonzern McClatchy und der Miami Herald den Preis für „erklärende Berichterstattung“, wie die Organisatoren in New York mitteilten. Auch europäische Medien waren an der Enthüllung beteiligt. In Belgien sind das der Soir, de Tijd und Knack.

Die Pulitzer-Preise zeichnen allerdings nur US-amerikanischen Journalismus aus. Indirekt gehöre die Ehrung aber auch allen anderen weltweit beteiligten Medien, sagte der Vorsitzende des Pulitzer-Preis-Gremiums, Mike Pride.

Die beteiligten Medien auf der ganzen Welt hatten im April 2016 über rund 200.000 von der Kanzlei Mossack Fonseca gegründete Briefkastenfirmen berichtet, in denen Politiker, Prominente und Sportler ihr Vermögen geparkt haben sollen. Die Veröffentlichung führte zu Ermittlungen auf der ganzen Welt und zu einer Debatte über Steueroasen und Geldwäsche.

Für ihre Trump-Berichterstattung wurden unter anderem die Washington Post und das Wall Street Journal ausgezeichnet. Den Preis in der Königskategorie „Dienst an der Öffentlichkeit“ gewann die Lokalzeitung New York Daily News und die stiftungsfinanzierte Recherchegruppe „ProPublica“ für die Aufdeckung von diskriminierendem Missbrauch von Zwangsräumungsregelungen in New York.

dpa/sh - Illustrationsbild: Bild: Rodrigo Arangua /AFP

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