Schauspielerin Christine Kaufmann gestorben

"Rosen-Resli" machte sie im Nachkriegsdeutschland zum Kinderstar, später machte sie in Hollywood Schlagzeilen. Nun ist die Schauspielerin Christine Kaufmann gestorben.

Christine Kaufmann im Sommer 2016 in München

Christine Kaufmann im Sommer 2016 in München

Die Schauspielerin Christine Kaufmann ist tot. Sie starb in der Nacht zum Dienstag im Alter von 72 Jahren an den Folgen einer Blutkrebserkrankung, wie ihr Management der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Zuletzt hatte sich die Familie sehr besorgt über den Gesundheitszustand der erkrankten Künstlerin geäußert. Sie war vor ein paar Tagen nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus gebracht worden, dort lag sie auf der Intensivstation.

Christine Kaufmann war ein Kinderstar: Als Neunjährige eroberte sie 1954 in dem Film „Rosen-Resli“ unter der Regie von Harald Reinl die Herzen der Kino-Zuschauer. Für ihr Hollywooddebüt in „Stadt ohne Mitleid“ (1961) erhielt sie einen Golden Globe. Darin spielte Kaufmann an der Seite von Kirk Douglas ein Kleinstadtmädchen, das Opfer einer Vergewaltigung wird. Es folgten weitere Engagements in Hollywoodfilmen wie „90 Minuten nach Mitternacht“ (1962) und „Taras Bulba“ (1962).

Schlagzeilen machte 1963 ihre Heirat mit dem 20 Jahre älteren Hollywoodstar Tony Curtis. Nach fünf Jahren wurde die Ehe geschieden, Kaufmann kehrte mit den beiden Töchtern nach Deutschland zurück.

In Deutschland spielte Christine Kaufmann in TV-Serien wie „Der Kommissar“ und „Derrick“ mit. Mit Regisseur Werner Schroeter drehte sie „Der Tod der Maria Malibran“, für Rainer Werner Fassbinder stand sie in „Lola“ und „Lili Marleen“ vor der Kamera. Als Olga brillierte sie Anfang der 80er Jahre in der bayerischen TV-Kultserie „Monaco Franze – Der ewige Stenz“ neben Helmut Fischer und Ruth Maria Kubitschek.

Auch als Autorin war Christine Kaufmann aktiv. Sie schrieb Wellness- und Beauty-Bücher und vertrieb ihre eigene Kosmetiklinie.

dpa/jp - Foto: Robert Schlesinger (dpa)

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