Bericht: EU steigert Brexit-Rechnung auf mehr als 100 Milliarden Euro

Bei den Brexit-Verhandlungen könnte die Europäische Union einem Pressebericht zufolge mehr als 100 Milliarden Euro von Großbritannien fordern - das sind 40 Milliarden mehr als bisher gedacht.

Brexit

Das meldet die Financial Times.

Ein Sprecher von EU-Chefunterhändler Michel Barnier bestätigte die Summe auf Anfrage nicht, wohl aber, dass Experten interne Berechnungen anstellten. Großbritannien lehnte die Forderung umgehend ab.

Der britische Brexit-Minister David Davis betonte in einem Fernsehinterview, dass Großbritannien eine so hohe Summe nicht zahlen werde. Sein Land bezahle das, wozu es gesetzlich verpflichtet sei, und nicht das, was die EU wolle.

Bei den Zahlungen geht es unter anderem um Haushaltsverpflichtungen, Zusagen gegenüber EU-Institutionen und Pensionskosten für Beamte. Die Schlussrechnung dürfte ein Hauptstreitpunkt in den Brexit-Gesprächen werden, die nach der britischen Parlamentswahl am 8. Juni beginnen.

Die britische Regierung lehnt es ab, nach dem Brexit weiter große Summen an die EU zu überweisen.

dpa/est - Illustrationsbild: Justin Tallis/AFP

Kommentar hinterlassen
Keine Kommentare
Kommentar hinterlassen

Ihre Email-Adresse wird niemals veröffentlicht!
Pflichtfelder sind mit * gekennzeichnet.
Bitte beachten Sie unsere Richtlinien zu Kommentaren.

Restl. Anzahl Wörter: 150