Nach dem Abschluss des Festivals zeigte sich Pressesprecherin Debby Wilmsen hochzufrieden. "Die vergangenen zwei Sessions waren super. Wir hatten alles auf unserer Seite: gutes Wetter, ein vollständiges Line-up, alle Künstler sind gekommen und haben hervorragend performt. Unsere Festivalbesucher waren sehr glücklich und es gab keine nennenswerten Zwischenfälle. Deshalb sind wir mit den vergangenen zwei Wochenenden sehr zufrieden."
Besonders bemerkenswert sei, dass die diesjährige Ausgabe nach dem Brand im vergangenen Jahr unter besonderer Beobachtung gestanden habe. Viele Menschen hätten Fragen zur Sicherheit, zum Bühnenbau und zum Einsatz von Feuerwerk gehabt. Tomorrowland habe darauf mit zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen und Anpassungen auf dem Festivalgelände reagiert. "Alles ist gut verlaufen. Wir hatten keine Zwischenfälle, die Besucher sind glücklich, die Nachbarschaft ist zufrieden und wir haben kaum Beschwerden erhalten. Auch die Behörden haben uns ihr Vertrauen geschenkt", so Wilmsen.
Für Diskussionen sorgte in diesem Jahr vor allem das Feuerwerk. Wegen der Trockenheit musste am ersten Wochenende vollständig darauf verzichtet werden. Am zweiten Wochenende war lediglich ein eingeschränkter Einsatz an der Mainstage möglich. Nach Einschätzung der Pressesprecherin gehen die Meinungen der Besucher auseinander. Während viele das klassische Feuerwerk vermisst hätten, seien andere begeistert gewesen, dass Tomorrowland die Show mit neuen digitalen Effekten gestaltet habe. Auf den riesigen Bildschirmen wurden Feuerwerkseffekte simuliert, die den visuellen Eindruck vermittelten, jedoch ohne Knallkörper auskamen. Künftig könnten solche Technologien eine größere Rolle spielen und den Einsatz von Feuerwerk zumindest teilweise ersetzen. Eine Drohnenshow, wie sie Tomorrowland bereits in Brasilien veranstaltet, sei in Belgien wegen der dichten Besiedlung und der Nähe zu den Flughäfen Brüssel und Antwerpen hingegen kaum umsetzbar.
Nach dem Festival richtet sich der Blick bereits auf die nächsten internationalen Projekte. Besonders wichtig ist für Tomorrowland die erste Ausgabe in Thailand. "Thailand ist für uns ein enorm wichtiger Meilenstein. Seit 2012 arbeiten wir an diesem Projekt, haben Standorte gesucht und Partner aufgebaut. Jetzt steht dort ein starkes Team und schon in wenigen Tagen wird die Mainstage aus Belgien nach Thailand verschifft", erklärte Wilmsen."
Trotz der weltweiten Expansion bleibe die belgische Ausgabe das Herzstück des Festivals. Boom sei und bleibe die "Mutter" aller Tomorrowland-Festivals. Für das kommende Jahr kündigte Wilmsen erneut zwei Festivalwochenenden, ein neues Hauptbühnen-Design und ein neues Thema an. Welches? Das ist wie immer noch geheim.
Christophe Ramjoie