Bereits zum 29. Mal öffnete das legendäre Graspop Metal Meeting am Donnerstag zum ersten Festivaltag seine Tore und bestätigt einmal mehr seinen hervorragenden Ruf als eines der bedeutendsten Metal-Festivals Europas. Rund 55.000 Besucher pro Tag sorgen dafür, dass sich die Einwohnerzahl Dessels für einige Tage mehr als verfünffacht.
Der Auftakt des Festivals hatte es gleich in mehrfacher Hinsicht in sich. Nicht nur die Musik brachte die Fans zum Schwitzen, sondern auch die hochsommerlichen Temperaturen. Unter brennender Sonne verwandelte sich das Festivalgelände zeitweise in einen regelrechten Hexenkessel. Schattenplätze waren Mangelware, sodass Sonnencreme, Kopfbedeckung und ausreichend Wasser zur wichtigsten Ausrüstung der Festivalbesucher gehörten.
Überschattet wurde der erste Festivaltag jedoch von einem tragischen Vorfall. Am Donnerstagmorgen verstarb auf dem Campingplatz ein Festivalbesucher. Wie die Festivalleitung mitteilte, handelt es sich nach bisherigen Erkenntnissen um einen natürlichen Todesfall. Die Rettungs- und Einsatzkräfte waren umgehend vor Ort und versuchten alles, um das Leben des Mannes zu retten. Trotz ihres schnellen Eingreifens kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Nachricht sorgte bei Besuchern und Organisatoren gleichermaßen für Betroffenheit.
Musikalisch bot der erste Tag dennoch ein hochkarätiges Programm. Mit The Offspring, Limp Bizkit, Within Temptation oder Megadeth standen gleich mehrere Dauerbrenner auf den Hauptbühnen. Trotz der drückenden Hitze ließen sich die Besucher die gute Laune nicht nehmen. Die Atmosphäre auf dem Festivalgelände blieb friedlich und von gegenseitiger Rücksicht geprägt.
Für Dessel bedeutet das Festival erneut Ausnahmezustand: Aus einer Gemeinde mit 10.000 Einwohnern wird für einige Tage das Zentrum der internationalen Metal-Szene.
Christophe Ramjoie