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Tschaikowskis "Dame de pique" begeistert das Lütticher Opernpublikum

02.03.202615:01
  • Lüttich
  • Oper
Tschaikowskis "Dame de pique" in der Lütticher Oper
Bild: J. Berger/ORW Liège

In der Königlichen Oper der Wallonie in Lüttich bekommt das Publikum in dieser Woche wieder etwas ganz Besonderes geboten. Auf dem Programm steht mit "Pikovaia Dama" oder "La Dame de pique" eine große Oper aus dem russischen Repertoire, komponiert von Peter Tschaikowski. 

"Pikovaia Dama" ist eine Oper in drei Akten von Peter Tschaikowski nach einer Erzählung von Alexander Puschkin. Das russisch gesungene Stück gehört zum großen internationalen Repertoire, wurde aber in Lüttich zuletzt vor 24 Jahren gespielt. Die Königliche Oper der Wallonie hatte bis vor wenigen Jahren den Ruf, vor allem italienische und französische Opern zu präsentieren, aber das beginnt sich mittlerweile zu ändern. In den beiden letzten Spielzeiten gab es beispielsweise die tschechische Oper "Rusalka" von Antonín Dvořák und mit "Tristan und Isolde" erstmals seit 60 Jahren wieder eine Wagner-Oper.

Giampaolo Bisanti, Chefdirigent der Lütticher Oper, zieht ein positives Fazit dieser Entwicklung. "Ich kann sagen, dass sich die Opéra Royal de Wallonie endlich den größten europäischen Theatern angeglichen hat; in allen Theatern bietet das Programm eine große Auswahl an Titeln aller Komponisten", so Bisanti. "Seit unser Theater beschlossen hat, Meisterwerke wie 'Rusalka' oder 'Tristan und Isolde' auf die Bühne zu bringen, hat unser Publikum begeistert reagiert. Tatsächlich ist unser Saal immer komplett ausverkauft, und wir sind sehr froh."

In diesem Jahr ist die Wahl also auf eine Oper von Peter Tschaikowski gefallen, ein Komponist, den die meisten unter uns wohl von seinen Balletten wie "Schwanensee" oder "Der Nussknacker" oder von seinen Sinfonien her kennen.

Das Libretto von "La Dame de pique" stammt übrigens von Tschaikowskis Bruder Modest, und die relativ kalte und harte Handlung von Alexander Puschkins originaler Erzählung hat den Komponisten lange zögern lassen, diese Oper überhaupt zu schreiben. Glücklicherweise hat er es dennoch getan, wenige Jahre vor seinem frühen Tod im Jahr 1893. Puschkins Handlung hat er dabei teilweise stark abgeändert, so dass sie besser in seine eigene emotionale und gefühlsbetonte Welt passte. Der unglücklichen Hauptperson der Oper namens Herrmann fühlte Tschaikowski sich übrigens selbst sehr verbunden, denn auch er war in seinem Privatleben keineswegs glücklich.

Tschaikowskis "Dame de pique" in der Lütticher Oper
Bild: J. Berger/ORW Liège
Tschaikowskis "Dame de pique" in der Lütticher Oper
Bild: J. Berger/ORW Liège
Tschaikowskis "Dame de pique" in der Lütticher Oper
Bild: J. Berger/ORW Liège

Herausgekommen ist ein dramatisches Meisterwerk; das Publikum trällert zwar nicht die Melodien einzelner Arien auf dem Nachhauseweg, wie das beispielsweise bei Verdi-Opern oft der Fall ist, dafür wird man aber durch diese vielschichtige und farbenreiche Musik in die Handlung hineingesogen wie bei einem Film. Und alle Akteure in Lüttich, sowohl die russischsprachigen Solisten als auch das hervorragend aufgelegte Orchester sorgten für einen tollen Premierenabend.

Ein ganz besonderes Lob gebührt der Maîtrise der Oper, also dem Kinderensemble, und dem Chor - sie hatten nicht nur viele Lieder mit russischem Text zu lernen, sie bilden auch die Basis des Schauspiels unter der Regie von Marie Lambert-Le Bihan, und diese Aufgabe meisterten die vielen Sängerinnen und Sänger mit Bravour.

Auch Dirigent Giampaolo Bisanti ist begeistert von der prächtigen Inszenierung der Französin. "Ich spreche niemals über die Inszenierung, aber diesmal kann ich sagen, dass diese Inszenierung eher opulent ist, vor allem im zweiten Akt beim Ball und in der Pastorale-Szene. Die Inszenierung von Marie ist sehr schön, sehr anschaulich und sehr originell", sagt Bisanti. "Jeder Abschnitt des Werks wird intelligent in einem modernen und sehr schönen Kontext inszeniert. Ich muss sagen, dass auch die Kostüme wunderschön sind."

Diesem Statement von Giampaolo Bisanti kann ich mich nur anschließen. Die Lütticher Produktion von "Pikovaia Dama" ist etwas fürs Auge und fürs Ohr. Und die Erweiterung des Repertoires auf große nicht-italienische und nicht-französische Opern ist nicht nur im Ticketverkauf ein Erfolg, sondern sie trägt auch ganz klar zur Qualitätsverbesserung des Hauses bei. Und das kann sich auf jeden Fall hören lassen. Und sehen.

Patrick Lemmens

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