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Rote Wölfe unterliegen Italien mit 20:24 – EM-Traum rückt in weite Ferne

07.11.202621:52
  • Handball
  • Red Wolves
Bild: Alain Decamps

Die belgischen Handballherren haben auch ihr zweites Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2028 verloren. Die Roten Wölfe mussten sich am Samstagabend Italien mit 20:24 geschlagen geben.

Vor ausverkauften Rängen in der Alverberg-Halle in Hasselt bestritten die belgischen Handball-Nationalspieler am Samstagabend ihr zweites Qualifikationsspiel zur Europameisterschaft 2028. Nach der Auftaktniederlage gegen Deutschland am Donnerstag wollten die Roten Wölfe gegen Italien die ersten Punkte einfahren. Die Gäste waren hingegen mit einem Sieg gegen die Slowakei erfolgreich in die Qualifikation gestartet.

Wie bereits gegen Deutschland mussten die Belgier auf Kaj Kriescher verzichten. Mit Raphael Kötters und Nick Braun standen aber zwei Ostbelgier im Aufgebot, die beide zur Startformation gehörten und gleich zu Beginn Akzente setzten. Kötters verwandelte den ersten belgischen Wurf, wenig später traf auch Braun mit seinem ersten Versuch zum 2:1.

Die Roten Wölfe erwischten einen engagierten Start. Kötters erhöhte in der siebten Minute auf 4:2, doch die Italiener antworteten prompt. Mit einem Doppelschlag stellte Leo Prantner den Ausgleich zum 4:4 her. Auf der Gegenseite konnte sich Belgiens Torhüter Arthur Vanhove auszeichnen, als er einen Siebenmeter von Prantner parierte.

Angetrieben vom heimischen Publikum übernahmen die Belgier anschließend wieder das Kommando. In der 18. Minute lagen die Roten Wölfe beim 9:6 erstmals mit drei Treffern vorne. Kötters unterstrich seine starke Anfangsphase und erzielte mit seinem dritten Treffer das 10:7.

Doch die Drei-Tore-Führung gab den Gastgebern keine Sicherheit. Italien kämpfte sich zurück und verkürzte in der 20. Minute auf einen Treffer. Nur eine Minute später war beim 10:10 der Ausgleich hergestellt. Die Partie kippte zunehmend zugunsten der Gäste, die in der 24. Minute sogar in Unterzahl erstmals die Führung übernahmen.

In der Schlussphase des ersten Durchgangs gelang es den Belgiern nicht mehr, das Blatt zu wenden. Sieben Sekunden vor dem Pausenpfiff bot sich Kötters bei einem Gegenstoß noch die Chance, den Rückstand zu verkürzen. Doch der Ostbelgier scheiterte am italienischen Schlussmann Domenico Ebner. So mussten die Roten Wölfe nach der ersten Halbzeit mit einem 11:13-Rückstand in die Kabine.

Die Hoffnung auf eine Aufholjagd erhielt unmittelbar nach dem Seitenwechsel einen herben Dämpfer. Die Italiener kamen deutlich besser aus der Kabine und erzielten fünf Treffer in Folge. Aus dem knappen 11:13-Pausenrückstand wurde innerhalb weniger Minuten ein deutlicher 11:18-Rückstand. Erst in der 38. Minute durchbrach Pierre Brixhe mit seinem Treffer zum 12:18 den belgischen Torbann.

Auch Raphael Kötters setzte weiterhin offensive Akzente. Der Ostbelgier verkürzte zunächst auf 13:19 und ließ in der 42. Minute einen besonders trickreichen Treffer zum 15:20 folgen. Doch die Roten Wölfe fanden gegen die abgeklärten Italiener kein Mittel, um den Rückstand entscheidend zu verkürzen.

In der 51. Minute lagen die Gäste beim Stand von 16:23 erneut mit sieben Toren vorne. Immerhin bewiesen die Belgier in der Schlussphase Moral und konnten den Rückstand noch deutlich verkürzen. Am Ende stand dennoch eine 20:24-Niederlage auf der Anzeigetafel.

Nach der zweiten Niederlage im zweiten Qualifikationsspiel rückt der für die direkte EM-Qualifikation notwendige zweite Gruppenplatz für die Roten Wölfe bereits in weite Ferne.

Die Handball-Europameisterschaft 2028 wird im Januar in Spanien, Portugal und der Schweiz ausgetragen. Die beiden Erstplatzierten jeder Qualifikationsgruppe lösen direkt das Ticket für die Endrunde. Hinzu kommen die vier besten Gruppendritten.

Für die Roten Wölfe geht die EM-Qualifikation Mitte März mit zwei Begegnungen gegen die Slowakei weiter. Zunächst müssen die Belgier auswärts antreten, ehe wenige Tage später das Rückspiel in der Alverberg-Halle in Hasselt auf dem Programm steht. Im Mai folgen die beiden abschließenden Qualifikationsspiele. Zunächst empfängt Belgien die deutsche Nationalmannschaft in Hasselt, bevor die Roten Wölfe zum Abschluss auswärts auf Italien treffen.

Das große Ziel der belgischen Handballherren bleibt die erstmalige Teilnahme an einer Europameisterschaft. Die Qualifikation für die Endrunde 2028 wäre ein historischer Erfolg für den belgischen Männerhandball.

Ebner wird zum Albtraum der Roten Wölfe – Kötters sieht dennoch Fortschritte

Christophe Ramjoie

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