Erstmals startet die Frankreich-Rundfahrt in Schottland. Über England und Wales führt die Strecke zunächst nach Carlisle, Liverpool und Cardiff, ehe das Peloton nach Frankreich übersetzt. Dort bieten die hügeligen Etappen nach Cherbourg und Plumelec erste Chancen für Klassikerjäger. Die Sprinter dürfen unter anderem in Angers, Valence, Montpellier und Pau auf Etappensiege hoffen.
Im Kampf um den Gesamtsieg dürften die beiden Einzelzeitfahren zwischen Blois und Chambord sowie in Toulouse eine Schlüsselrolle spielen. Mit insgesamt 71 Kilometern gegen die Uhr weist die Tour so viele Zeitfahrkilometer auf wie seit 2012 nicht mehr.
In den Bergen warten anschließend echte Härtetests. Auf der neunten Etappe steht die Bergankunft am Grand Colombier an, gefolgt von der zweimaligen Überquerung der Côte de Domancy auf dem Weg nach Sallanches. Am französischen Nationalfeiertag führt die elfte Etappe über den Col du Pré und die Montée de Bisanne zur erstmals angesteuerten Bergankunft in Les Saisies. Auch die schwere Mittelgebirgsetappe nach Mende mit rund 4.300 Höhenmetern verspricht spektakuläre Attacken.
Die Entscheidung dürfte schließlich in den Pyrenäen fallen. Auf der 18. Etappe werden erstmals der Col du Tourmalet und der Col du Portet miteinander kombiniert. Einen Tag später bietet der Col de Marie-Blanque vor der Zielankunft in Laruns die letzte große Gelegenheit, das Gesamtklassement zu verändern.
Das Finale steigt am 25. Juli in Paris, wo nach der Überquerung des Montmartre die Champs-Élysées warten. Der anspruchsvolle Parcours verlangt den Favoriten außergewöhnliche Vielseitigkeit ab: Wer 2027 die Tour gewinnen will, muss sowohl im Zeitfahren als auch im Hochgebirge überzeugen.
Christophe Ramjoie