Am Biathlonzentrum Herzebösch herrschte reger Betrieb. Wo sonst Biathleten trainieren, waren diesmal 320 Schülerinnen und Schüler mit Feuereifer bei der Sache. Bei der zweiten Auflage des Cross-Biathlons galt es, nicht nur läuferisches Können unter Beweis zu stellen, sondern auch am Schießstand möglichst ruhig und konzentriert zu bleiben.
Besonders erfreulich für die Organisatoren: Im Vergleich zur Premiere hat sich die Teilnehmerzahl fast verdoppelt. Eine Entwicklung, die auch Co-Organisator Stephan Langer begeistert. "Man rechnet schon mit 320 Teilnehmern, aber das ist natürlich super. Viel mehr Leute können wir jetzt allerdings nicht mehr annehmen. Sonst müssen wir uns ein anderes Format oder andere Uhrzeiten überlegen", erklärt Langer. Schon diesmal sei der Zeitplan äußerst eng gewesen.
Dass die Schülerinnen und Schüler mit großer Begeisterung bei der Sache waren, war auf dem Gelände deutlich zu spüren. Viele hatten sich bereits im Vorfeld gezielt auf den Wettbewerb vorbereitet. Dafür hatten die Organisatoren den teilnehmenden Schulen Lasergewehre zur Verfügung gestellt. "Die Schulen, die Lasergewehre angefragt haben, konnten diese beispielsweise für eine Woche ausleihen und damit während der Unterrichtszeit oder in den Mittagspausen trainieren", erläutert Langer. Ein Angebot, das offenbar großen Anklang fand. "Man sieht, dass viele Schulen diese Möglichkeit wahrgenommen haben. Sonst wäre die Teilnehmerzahl heute nicht so hoch", freut sich der Mitorganisator.
Neben dem sportlichen Wettkampf verfolgt die Veranstaltung noch ein weiteres Ziel: junge Menschen für den Biathlonsport zu begeistern und möglicherweise sogar Nachwuchstalente für den belgischen Biathlonverband zu entdecken. Dass unter den 320 Teilnehmern einige vielversprechende Talente stecken, davon ist Stephan Langer überzeugt. Allerdings sei es wichtig, auch die sonstigen sportlichen Interessen und Freizeitaktivitäten der Jugendlichen zu berücksichtigen.
Um den Einstieg in den Biathlonsport zu erleichtern, bietet der Verband regelmäßig Schnupperkurse an. Die nächste Gelegenheit dazu gibt es im November in Kelmis. "Wir hoffen, dass einige der Schülerinnen und Schüler zum Schnuppern kommen. Dort können sie nochmals mit Lasergewehren schießen, aber auch einmal die Rollerski ausprobieren. Vielleicht finden so einige den Weg zum Biathlonsport", blickt Langer optimistisch voraus.
Radio-Interview mit Stephan Langer im Player:
Christophe Ramjoie







