Tom Heindrichs hatte Spitzenreiter Grégoire Munster den ganzen Tag über unter Druck gesetzt, nach acht von zwölf Wertungsprüfungen lagen die beiden nur 6,9 Sekunden auseinander. Auf der letzten Schleife unterlief Munster ein Fehler, was Bremsprobleme zur Folge hatte. Heindrichs schob sich nach der zehnten Wertungsprüfung vorbei und lag 3,1 Sekunden vorne.
Nach einer Reparatur auf der Verbindungsetappe, bei der ein Ausfall in der Luft lag, ging Munster doch wieder an den Start und verkürzte den Rückstand auf 2,8 Sekunden. Ein Fehler auf den letzten Kilometern warf dann Heindrichs zurück und spülte Munster wieder an die Spitze.
Im Ziel wurde Munster allerdings von den Sportkommissaren einbestellt, weil er auf der Verbindungsetappe zu schnell unterwegs war und gleich an zwei Stellen geblitzt wurde. Die Kommissare verhängten eine Zeitstrafe von insgesamt 2:20 Minuten, was Munster und Beifahrer Damien Withers auf Platz sieben zurückwarf.
Dadurch gewinnen Tom Heindrichs und Jonas Schmitz mit 3,5 Sekunden Vorsprung vor Maxime Potty/Hugo Cravillon im Lancia Ypsilon. Potty steht bereits als belgischer Meister fest und war in St. Vith nicht mit Stamm-Beifahrer Renaud Herman am Start, weil der diese Woche Papa geworden ist.
Dritte wurden Thomas Martens/Tom Buyse im Hyundai mit 17,0 Sekunden Rückstand. Platz vier geht an John Wartique und Maxime Andernack im Porsche 992 RallyGT (+1:11,2), Fünfte wurden Roger Hodenius und Florian Barral (Skoda, +1:28,7). Jos Verstappen musste seinen Skoda mit Motorschaden abstellen.
Ostbelgische Resultate
Kevin Hommes und Marco Hommes fuhren im Citroën C3 Rally2 auf Platz 18. Sergio Plattes und Andreas Palm (Peugeot 208 Rally4) schafften es auf Gesamtrang 21 und Platz drei im Stellantis Cup. Dany Born und Céline Velz (Renault Clio Rally5) holten Gesamtrang 38 und den Klassensieg in der RC5. Reiner Feltes und Angelo Feltes erreichten Platz drei in der Historik-Klasse und Gesamtrang 43.
In der 2WD-Trophy fuhren Sascha Hilgers/Maik Hilgers (Renault Clio RS) auf Platz fünf und Gesamtrang 41, Mario Schöpges und Frédéric Wagner (Peugeot 306 RS) landeten auf Platz sechs und Gesamtrang 51. Marius Pint/Marco Mertes (Peugeot 106) mussten wegen technischer Probleme zwei Wertungsprüfungen auslassen und wurden am Ende Zehnte und Gesamt-71.
Jérôme Heinen/Patrick Schöpges (BMW E36 M3) fuhren auf Gesamtrang 61 und Platz zehn ihrer Klasse Nat1. Rainer Hermann und Horst Cohnen (Porsche 911 GT3) kamen nicht ins Ziel. Yannick Neuville und Joshua Sonnet mussten mit Motorschaden an ihrem Toyota Starlet aufgeben.
Ein traurige Nachricht gab es am Samstagmorgen: Der Brite Richard Malpass, der bei den Demofahrten der “Slowly Sideways” mit dabei war, erlitt nach der ersten Durchfahrt der Wertungsprüfung Büllingen einen Herzinfarkt. Die Rettungskräfte waren schnell vor Ort, konnten aber nichts mehr für ihn tun.

Katrin Margraff







