Die erste Halbzeit war schnell erzählt: Beide Teams gingen intensiv in die Zweikämpfe, vor den Toren passierte aber wenig. Emmels hatte etwas mehr vom Spiel, ohne daraus wirklich gefährlich zu werden. Walhorn versuchte nach Ballgewinnen schnell umzuschalten, doch auch hier fehlte meist der letzte Pass. Ein Freistoß von Felten aus guter Position ging über das Tor (30.).
Kurz vor der Pause kombinierten sich Kamga Tchappa und Ekici über links schön nach vorne, die Hereingabe kam aber nicht an – eine Szene, die ganz gut zu den ersten 45 Minuten passte.
Nach der Pause war dann direkt deutlich mehr los. Reuter hatte nach einem Freistoß die bis dahin beste Chance, köpfte frei vor dem Tor aber drüber (49.). Keine Minute später kam Ekici auf der anderen Seite aus guter Position zum Abschluss und zielte ebenfalls zu hoch. Vanaschen setzte einen Kopfball knapp vorbei (51.), danach probierten es auch Lambertz und Felten.
Die Partie war jetzt offener, die letzte Aktion blieb aber auf beiden Seiten das Problem. Zum Beispiel bei einem Emmelser Konter in der 66. Minute: Lambertz hatte über links eigentlich viel Platz, spielte die Situation aber zu hektisch aus und setzte den Ball ins Toraus.
In der 70. Minute klappte es dann besser. Einer der vielen langen Bälle auf Vanaschen kam diesmal genau richtig. Er ging über links bis in den Strafraum und hatte dort die Übersicht für Sebastian Lambertz. Der nahm den Ball noch an und schob überlegt zum 0:1 ins rechte Eck.
Walhorn hatte allerdings die passende Antwort. Joker Jeffrey Beckers setzte sich über rechts durch, blieb vor Henrard cool und stellte auf 1:1 (76.). Damit deutete vieles auf eine Punkteteilung hin – bis zur Nachspielzeit. Eine Flanke von links landete bei Yannick Kalbusch, der aus kurzer Distanz nur noch den Kopf hinhalten musste und Emmels zum 1:2 jubeln ließ (90.+2).
Kurz darauf war Schluss. Emmels nahm nach einer lange offenen Partie etwas glücklich, aber nicht unverdient alle drei Punkte mit. Für Walhorn war es besonders bitter: Der Punkt war schon zum Greifen nah, ehe Kalbusch ganz spät zuschlug.
Sören Sierck



