Rund 300 Reiterinnen und Reiter gingen auf dem in den vergangenen Wochen sorgfältig vorbereiteten Turniergelände an den Start. Zwar liegt die Teilnehmerzahl noch unter den Spitzenwerten früherer Jahre, als bis zu 500 Reiterinnen und Reiter nach Recht kamen, doch nach den schwierigen Corona-Jahren sieht Vereinspräsidentin Sandra Arens wieder eine positive Entwicklung. "Dieses Jahr bin ich rundum zufrieden. Wir haben großes Glück mit dem Wetter. Es sind viele Reiter da und auch sehr viele Zuschauer", sagte Arens am Rande der Veranstaltung.
Auffällig ist dabei die Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes. Nach Schätzungen des Vereins sind rund 80 Prozent der Aktiven weiblich. Für Sandra Arens wenig überraschend: "Ich denke, dass Pferde für viele Mädchen ein Traum sind. Sie möchten mit Tieren arbeiten und reiten. Im Profisport sieht man dagegen noch mehr Männer. Dort spielt die körperliche Kraft sicherlich auch eine Rolle. Aber auch das verändert sich inzwischen".

Obwohl das Rechter Turnier seit Jahrzehnten fest im Veranstaltungskalender verankert ist, bedeutet die Organisation für den Verein jedes Jahr aufs Neue viel Arbeit. "Eigentlich ist unser Turnier ein Selbstläufer, weil wir es seit rund 30 Jahren organisieren. Trotzdem gibt es immer neue Herausforderungen. Wir versuchen, die Anlage auf Topniveau zu halten, erneuern regelmäßig die Infrastruktur und möchten den Teilnehmern optimale Bedingungen bieten", erklärt die Präsidentin.
Das Rechter Springen zählt zur Wertung des ORV-Cups, der von mehreren Vereinen gemeinsam organisiert wird. Ziel sei es, den Reiterinnen und Reitern in der Region attraktive Wettkämpfe anzubieten. "Wir wollten etwas Eigenes auf die Beine stellen und die Vereine zusammenbringen. Daraus ist der ORV-Cup entstanden", so Arens.

Für den Reit- und Fahrverein St. Eligius Recht steht zudem ein besonderes Jahr bevor. 2027 wird der Verein zum Königlichen Verein ernannt. Die Planungen für die Feierlichkeiten laufen bereits. "Die Köpfe rauchen schon. Wir möchten natürlich unser traditionelles Turnier veranstalten und denken zusätzlich über weitere Aktivitäten rund ums Pferd nach. Ein genaues Programm gibt es aber noch nicht", verrät Sandra Arens.
Nach dem erfolgreichen Auftakt in Recht wird der ORV-Cup Anfang Juli in Bütgenbach fortgesetzt. Die dritte und letzte Station der Serie findet im September bei den Reiterfreunden Stockem in Welkenraedt statt.
Radio-Interview mit Sandra Arens im Player:
Christophe Ramjoie