Einen gelungenen Einstand haben Tom Heindrichs und Beifahrer Jonas Schmitz in der Junior-Rallye-EM gegeben. Sie haben bei der Rallye Skandinavien in Schweden direkt das Podium erreicht. Das ostbelgische Duo fuhr auf Platz zwei. Im Ziel hatten Heindrichs und Schmitz 16 Sekunden Rückstand auf die Sieger in der Junior-Klasse, die Deutschen Timo Schulz und Maresa Lade – ihre Teamkollegen. Damit feiert das Opel Junior Team zum Auftakt den Doppelsieg.
Nach dem ersten Tag lagen Heindrichs und Schmitz im Opel Corsa Rally4 auf Platz vier. Sie starteten den Sonntag mit einer Bestzeit und kletterten auf Platz drei. Als Sonntagnachmittag der führende Junior, der Finne Aatu Hakaletho, nach einem Unfall ausschied, ging es einen weiteren Platz nach oben.
"Wir sind sehr, sehr zufrieden mit dem Wochenende. Wir wussten, dass das aufs ganze Jahr gesehen die schwierigste Rallye wird. Dass wir hier mit Platz zwei davonkommen, ist natürlich super", reagiert Tom Heindrichs, der im Gegensatz zu seinen Konkurrenten noch keine Erfahrung auf den schnellen skandinavischen Schotterpiste gesammelt hat. "Timo Schulz war zum dritten Mal hier, Pesavento direkt hinter uns auch. Und die Skandinavier sind auf dem Untergrund aufgewachsen."
"Es ist resultatmäßig also besser als erwartet. Wir haben uns übers ganze Wochenende gesteigert, sind eine superclevere Rallye gefahren. Ich glaube, wir hatten von allen am wenigsten Kratzer am Auto, nämlich gar nix. Wir haben versucht, um alle Steine herum zu fahren, um sicher nicht platt zu fahren. Und das hat super funktioniert."
Nächste Lauf der Junior-EM ist die Rallye Roma Capitale am ersten Juli-Wochenende, danach geht es weiter in Polen, Tschechien und Großbritannien. "Jetzt kommen vier Asphaltrallyes. Auf dem Untergrund haben wir mehr Erfahrung und darauf freuen wir uns." Das Finale wird im Oktober in Portugal auf Schotter ausgetragen.
Sieger der Rallye Skandinavien wurde der Finne Mikko Heikkilä vor Martins Sesks (beide im Skoda Fabia). Auch im Gesamtklassement gab es Sonntagnachmittag noch einen Wechsel an der Spitze. Teemu Suninen schied ebenfalls durch einen Unfall in Führung liegend aus.

Katrin Margraff


