Nach der Rückkehr von der Handballschul-Weltmeisterschaft in Mazedonien zeigt sich Philipp Reinertz sehr zufrieden mit dem Abschneiden der Teams der Pater-Damian-Schule Eupen. An dem Turnier nahmen Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 2009 bis 2011 teil.
Die Mädchen belegten den zehnten Platz, die Jungen wurden 16. Reinertz betont, dass diese Ergebnisse im internationalen Vergleich hoch einzuschätzen seien. "Wir sind hier in Belgien Handballzwerg im europäischen Vergleich und garantiert bei einer Weltmeisterschaft." Besonders das Abschneiden der Mädchen, die mehr als ein Drittel der Teams hinter sich ließen, wertet er als klaren Erfolg. Auch der 16. Platz der Jungen entspreche mindestens den Erwartungen.
Neben den sportlichen Resultaten hebt Reinertz vor allem das Auftreten der Mannschaften hervor. "Nicht nur auf dem Feld, auch neben dem Feld haben wir, glaube ich, Eindruck hinterlassen", sagt er. Zudem seien viele interessante Kontakte geknüpft worden, sodass die Delegation "wirklich sehr zufrieden" nach Belgien zurückgekehrt sei.

Die Teilnahme an einer solchen Weltmeisterschaft sieht Reinertz als wichtigen Bestandteil des Ausbildungskonzepts der Schule. Die bisherige Handballabteilung soll im kommenden Jahr zur Handballakademie weiterentwickelt werden. Die Schul-WM sei dabei "ein kleiner Baustein in dem, was wir an Möglichkeiten für ambitionierte Handballer hier bieten wollen".
Für die rund 100 Schülerinnen und Schüler, die das Angebot derzeit nutzen, werde sich im Schulalltag zunächst wenig ändern. Die Handballeinheiten bleiben fest im Stundenplan. Größere Veränderungen sieht Reinertz in der besseren Zusammenarbeit zwischen Vereinen und Schule. Koordinatoren sollen künftig Trainingsinhalte und Belastungssteuerung abstimmen. Außerdem eröffne die Akademie neue Möglichkeiten wie Schüleraustausche, Hospitationen oder Gasttrainer.
Langfristig soll die gesamte Region profitieren. Reinertz macht deutlich: "Wir müssen mit dem, was wir hier auch an Energie reinsetzen, dadurch dann auch die Qualität der ostbelgischen Handballer und Handballerinnen nach oben schrauben." Das große Ziel sei es, die Trainingszeit der Jugendlichen während der sechs Jahre Sekundarschule zu verdoppeln. Seine Überzeugung dazu ist klar: "Wenn man die Trainingszeit verdoppelt, sollte man auch die Performance verdoppeln können."
Radio-Interview mit Philipp Reinertz im Player:
Christophe Ramjoie