Paul Seixas hat bei La Flèche Wallonne eindrucksvoll den größten Erfolg seiner jungen Karriere gefeiert. Der erst 19-jährige Franzose gewann den Ardennen-Klassiker nach einer starken Vorstellung an der berüchtigten Mur de Huy und wurde seiner Favoritenrolle vollauf gerecht.
Am legendären Schlussanstieg übernahm Seixas die Initiative und setzte sich mit einem explosiven Antritt entscheidend ab. Ben Tulett hielt zunächst noch dagegen, musste rund 200 Meter vor dem Ziel jedoch reißen lassen.
Mauro Schmid nutzte die letzten Meter zu einer starken Attacke und fing Tulett noch ab. Der Schweizer wurde Zweiter vor dem Briten. Rang vier ging an Benoît Cosnefroy.
Der letzte belgische Sieger bleibt damit Dylan Teuns aus dem Jahr 2022. Titelverteidiger Tadej Pogačar verzichtete ebenso auf einen Start wie Remco Evenepoel, wodurch sich das Rennen deutlich offener präsentierte.
Vor großer Kulisse an der Mur de Huy, dem 1.300 Meter langen Schlussanstieg, bestimmte zunächst eine sechsköpfige Ausreißergruppe das Geschehen. Andreas Leknessund zeigte sich dabei besonders aktiv und versuchte es später sogar mit einem Soloangriff, wurde aber sieben Kilometer vor dem Ziel wieder gestellt.
Im Feld kontrollierte vor allem Lidl-Trek die Verfolgung. Nachdem das Rennen lange Zeit taktisch geprägt gewesen war, eskalierte das Tempo in der Schlussphase. Zudem musste der Sieger von 2020, Marc Hirschi, nach einem Sturz aufgeben. So kam es zur erwarteten Entscheidung an der Mur de Huy – und dort setzte Seixas ein Ausrufezeichen.
Vollering vor Pieterse und Blasi
Bei den Frauen wurde die Niederländerin Demi Vollering ihrer Favoritenrolle gerecht und holte sich den Sieg bei Ardennen-Klassiker, vor ihrer Landsfrau und Vorjahressiegerin Puck Pieterse und der Spanierin Paula Blasi. Beste Belgierin wurde Lore De Schepper auf Platz 18.
Christophe Ramjoie