Der junge Raererer Tim Rex hat sich nach seiner Premiere beim Radrennen "In Flanders Fields" gleichzeitig beeindruckt und ernüchtert gezeigt. Das Rennen sei "mega-hart" gewesen und habe ihm erstmals die ganze Brutalität eines flämischen Klassikers vor Augen geführt. "Das erste Mal so ein Klassiker – das ist schon eine große Schubserei."
Vor allem im Positionskampf habe ihm noch die Erfahrung gefehlt. Trotz guter Beine habe er gezögert. "Mir haben einfach die Eier gefehlt beim Positionieren. Ich habe lieber gebremst als gedrückt, weil ich Angst hatte."
Emotional wurde es, als er den Sturz seines Bruders miterlebte. Zwar sah er den Unfall nicht direkt, doch die Situation ließ ihn sofort Schlimmes ahnen. "Ich habe schon gedacht, dass er das war ... Da habe ich mir gedacht, der muss sich abgelegt haben." Entsprechend knapp fiel sein Fazit dazu aus: "Ja, scheiße. Ich hoffe, ihm geht’s gut."
Trotz der Härte zog Rex, der das Rennen auf Platz 109 beendete, auch positive Schlüsse. Das Rennen sei "natürlich geil" gewesen, aber gleichzeitig habe er gemerkt, wo seine Stärken eher liegen. "Ich fahr doch lieber die Bergrennen."
Zum Ausgang des Rennens mit Sieger Jasper Philipsen und dem verpassten Erfolg seines Teamkollegen Wout van Aert zeigte er sich etwas enttäuscht. "Es hätte mich natürlich sehr für ihn gefreut, aber das ist Rennenfahren."
Radio-Interview mit Tim Rex im Player:
Radsport: Philipsen gewinnt "In Flanders Fields" nach Massensprint
Laurenz Rex bei "In Flanders Fields" vorzeitig ausgeschieden
Christophe Ramjoie