"Antholz ist immer wunderbar, vor allem die Konditionen hier in der Höhe. Die Schneebedingungen sind meistens sehr, sehr gut", sagt Mackels. Olympia-Luft habe er bereits geschnuppert, auch wenn man als Biathlet im Quartier etwas abgeschottet sei: "Man ist hier halt unter sich, aber die ganze Atmosphäre ist schon sehr olympiageladen. Ich freue mich auf die nächsten Tage – da wird es natürlich noch intensiver, vor allem mit der Staffel morgen."
Für zusätzliche Motivation sorgt die große Unterstützung aus der Heimat. Zahlreiche Familienmitglieder und Freunde sind aus Belgien angereist. "Es sind sehr, sehr viele da. Ich bin auch sehr froh darüber. Es macht mich stolz, vor der ganzen Familie zu starten. Dass sie hierherkommen, ist keine Selbstverständlichkeit – das ist ja mit einem weiten Weg, mit Kosten und viel Zeit verbunden." Eine so große Unterstützung habe er bislang noch nie erlebt. "Ich freue mich sehr darauf, ihnen zu zeigen, was ich kann."
Nervosität spüre er dennoch keine außergewöhnliche. "Natürlich ist man vor jedem Wettkampf ein bisschen aufgeregt. Aber ich weiß, was ich kann. Ich weiß auch, was das Team kann. Deshalb gehe ich da schon so ran wie an einen üblichen Wettkampf." Auch wenn Olympia immer etwas Besonderes sei, wolle er versuchen, den Fokus wie gewohnt zu setzen: "Man möchte es wie einen normalen Wettkampf angehen. Das ist wahrscheinlich nicht ganz einfach, aber ich werde mein Bestes geben."
Mit Blick auf das Rennen hat Mackels klare Ziele. "Für mich persönlich ist es wichtig, einen guten Wettkampf am Schießstand zu machen. Die letzten Staffeln im Weltcup sind nicht optimal gelaufen, aber ich weiß, dass ich es kann." Läuferisch fühle er sich derzeit "sehr, sehr stark", weshalb er optimistisch sei, dass es gut laufen könne. Als Orientierung nennt er das letzte Staffelergebnis: "In Oberhof haben wir Platz 15 gemacht. Das können wir als Teammarke nehmen. Wir wissen, dass wir es besser können. Aber im Biathlon kann viel passieren – deshalb schauen wir mal."
Radio-Interview mit Marek Mackels im Player:
Christophe Ramjoie